Marius Borg Høiby, der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit, steht im Mittelpunkt eines skandalösen Verfahrens, das nicht nur sein persönliches Leben, sondern auch das Ansehen der norwegischen Monarchie belastet. Nachdem er im Sommer 2024 festgenommen wurde, hat Høiby gemeldet, dass er sich seither ständig beobachtet fühlt. Laut Krone.at berichtet Høiby von intensiver Paranoia und der Sorge, dass Bilder von ihm in Umlauf gebracht wurden. Er äußerte den Verdacht, dass sein Telefon hacked wurde und er somit überwacht werde.

Um nicht erkannt zu werden, trägt der 26-Jährige häufig eine Kappe und meidet es, in der Stadt unterwegs zu sein, da er sich als „Norwegens meistgehasster Mann“ wahrnimmt. Dies führe zu einem weiteren Konflikt in seinem Leben: Høiby hat Angst, im Rausch gefilmt oder fotografiert zu werden. Im Gericht sprach er offen über seinen Kokain-Missbrauch, was die Schwere seiner Situation zusätzlich verstärkt. Ihm werden insgesamt vier Vergewaltigungen und zahlreiche andere Straftaten nach norwegischem Recht vorgeworfen, wie All-in.de berichtet.

Die Auswirkungen auf die Monarchie

Die Vorwürfe und der darauf folgende Prozess haben nicht nur persönliche Konsequenzen für Høiby, sondern auch erhebliche Auswirkungen auf das norwegische Königshaus. Die Skandale führen dazu, dass das Ansehen der Monarchie in Mitleidenschaft gezogen wird. Historiker und Königshausexperte Trond Norén Isaksen, der zahlreiche Bücher über die norwegische Monarchie verfasst hat, sieht die Situation als eine große Herausforderung für die Institution. In seinen Werken thematisiert er die Geschichte und den Einfluss der königlichen Familie, trägt durch seine regelmäßigen Auftritte in den Medien und Artikel in Fachzeitschriften zur Aufklärung über die Monarchie bei.

Diese Schwierigkeiten kommen für Høiby zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt. Die “Integrität des Königshauses” steht auf dem Spiel, da die Vorwürfe gegen ihn und sein Verhalten im öffentlichen Raum eine negative Sichtweise auf die gesamte Familie fördern. Der gesamte Fall wird weiterhin aufmerksam beobachtet und wird sicherlich auch künftig für Gesprächsstoff sorgen, sowohl in Norwegen als auch international.