Am Freitag, dem 13. Februar 2026, begannen in der Steiermark und Oberösterreich die letzten Semesterferien für Schülerinnen und Schüler. Rund 360.000 Kinder und Jugendliche wurden von der Schule befreit und können sich über eine einwöchige Auszeit ohne Stundenplan, Tests und Hausübungen freuen. Diese letzte Ferien-Staffel fällt mit dem Schulalltag in den anderen Bundesländern Tirol, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und Burgenland zusammen, wo die Semesterwoche für etwa 350.000 Schüler endet und diese kommende Woche wieder in die Klassenzimmer zurückkehren können. Der letzte Schultag vor den Osterferien ist für alle Schüler der 27. März 2026
5min.at berichtet, dass das Timing der Semesterferien sowie die Anzahl der befreiten Schüler signifikante Aspekte der Bildungsgestaltung in Österreich sind. Vor allem die Möglichkeit der Erholung hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, da Studien belegen, dass regelmäßige Pausen den Lernfortschritt unterstützen.
Bildung im Wandel
Die Bedeutung der Ferien wird auch im Kontext der aktuellen Herausforderungen im Bildungssystem deutlich. Laut einem OECD-Bericht hat die Zahl der Kinder zwischen 0 und 4 Jahren seit 2013 um 8 % zugenommen und wird voraussichtlich bis 2033 nahezu stabil bleiben. Dies hat direkte Auswirkungen auf die Planung von Schulplätzen und Unterstützungsangeboten in Österreich. Zudem zeigt der Bericht, dass 31 % der 25 bis 64-Jährigen im Land unter sehr geringen Lesekompetenzen leiden, was über dem OECD-Durchschnitt liegt.
In der Sekundarstufe eins sind 9,1 % der Schüler mindestens zwei Jahre älter als das erwartete Alter, was ebenfalls auf strukturelle Probleme im Bildungssystem hinweist. Der Lehrkräftemangel ist ein weiteres drängendes Thema: 4,6 % der Lehrerstellen sind unbesetzt, und viele Lehrkräfte verlassen bereits in den ersten Berufsjahren den Beruf.
Finanzierung der Bildung
Österreich investiert pro Schüler von der Primarstufe bis zur postsekundären nicht tertiären Stufe etwa 17.767 US-Dollar, wobei 95,9 % der Mittel aus öffentlichen Quellen stammen. Die Ausgaben pro Kopf sind in den letzten Jahren gestiegen, liegen aber sowohl in der Primarstufe als auch in der Sekundarstufe hinter den Gehältern anderer vollzeitbeschäftigter tertiär gebildeter Erwerbstätiger zurück. In der Primarstufe entfallen 47 % der Unterrichtszeit auf grundlegende Fächer wie Mathematik sowie Lesen, Schreiben und Literatur, in der Sekundarstufe eins sinkt dieser Anteil auf 25 %.
Insgesamt verdeutlichen diese Entwicklungen die Notwendigkeit einer frühen und kontinuierlichen Förderung, um den Bildungsanstieg in Österreich zu gewährleisten. All diese Faktoren verschmelzen mit der aktuellen schulischen Realität, die durch zahlreiche Ferien, wie die nun beginnenden Semesterferien, aufgelockert wird.