Nach einer gescheiterten Alpenüberquerung durch eine Schülergruppe aus Bayern, die im Juli 2024 stattfand, wurden nun die rechtlichen Folgen für den verantwortlichen Lehrer geklärt. Über ein Jahr nach dem Vorfall, bei dem der Lehrer wegen fahrlässiger Gemeingefährdung angeklagt wurde, endete das Strafverfahren mit einer Diversion. Der Lehrer aus Niederbayern zahlte 8.500 Euro, um ohne Vorstrafe aus dem Verfahren zu gehen. Dies berichtet oe24.

Die Schülergruppe bestand aus 11 Gymnasiasten im Alter von 16 bis 17 Jahren, zwei Lehrern und fünf weiteren Begleitpersonen. Die Tour nach Jesolo an der italienischen Adria begann in Zell am Ziller. Am 4. Juli 2024 sollte die Gruppe über das Heilige Geistjöchl (2.658 m) nach Prettau in Südtirol gelangen. Ungünstige Wetter- und Wegverhältnisse führten jedoch dazu, dass die Teilnehmer in bis zu einem halben Meter tiefen Schnee gerieten und ihre Fahrräder tragen mussten.

Notruf und Rettungsaktion

Aufgrund der Herausforderungen, die die Gruppe aufgrund der tiefen Schneeverhältnisse erlebte, entschied sich der Gruppenleiter, einen Notruf abzusetzen. Dieser wurde notwendig, da die Teilnehmer erschöpft waren und die Zeit voranschritt. Die Notrufaktion führte dazu, dass die Gruppenmitglieder schließlich mit einem Polizeihubschrauber geborgen wurden. Diese wurden von Bergrettern in Tirol ins Tal gebracht, glücklicherweise blieben alle Beteiligten unverletzt. Laut Allgäuer Zeitung wurde die Bergung von 11 Schülern und 7 Begleitpersonen organisiert.

Das Gericht in Innsbruck entschied nun, dass die Diversion, die der Anwalt des Lehrers beantragt hatte, dem Lehrer zugestanden wurde. Die geplante Verhandlung am Bezirksgericht Zell am Ziller am 10. Februar 2026 wurde im Vorfeld abgesagt. Der Anwalt des Lehrers, Matthias Holzmann, erklärte, dass sein Mandant die Verantwortung für die Situation übernommen hat und nun ohne Vorstrafe aus dem Verfahren geht.

Folgen der Alpentour

Der Vorfall hat sowohl die Schüler als auch die Lehrer stark betroffen. Die nicht genehmigte Tour und die daraus resultierenden Schwierigkeiten haben eine Debatte über die Sicherheitsstandards bei solchen Schul-Ausflügen eröffnet. Die Art und Weise, wie solche Aktivitäten organisiert werden, könnte in Zukunft möglicherweise strenger reguliert werden. In einem weiteren Bericht von Tag24 wird die Bedeutung von adäquater Vorbereitung und Risikomanagement bei Schulreisen hervorgehoben.