Am heutigen 28. Februar 2026 kam es in den Alpen zu tragischen Vorfällen aufgrund von Lawineneinschlägen. In Österreich erlebten vier Skitourengeher aus Linz, als sie beim Tourengehen in einer Spitzkehre unterwegs waren, ein Unglück: Eine Wechte brach ab und riss einen von ihnen Hunderte Meter mit sich, wodurch dieser teilverschüttet wurde. Die drei Begleiter konnten sich in Sicherheit bringen und alarmierten umgehend die Einsatzkräfte, die aufgrund der unklaren Lage und Anzahl der Verschütteten entsandt wurden. Diese setzten ein vielfältiges Rettungsteam aus Zederhaus und Muhr ein, das bestehend aus 29 Bergrettern, zwei Hundeführern der Bergrettung und der Alpinpolizei war. Ein Rettungshubschrauber, Martin 1, kam ebenfalls schnell zum Einsatz, um den verletzten Linzer ins Klinikum Schwarzach zu fliegen.

Das Schneebrett, das den Lawinenabgang verursachte, brach auf etwa 2100 Metern Höhe ab und maß rund 300 Meter in der Länge sowie 250 Meter in der Breite. Zum Glück waren die Skitourengeher gut ausgerüstet, was ihre Überlebenschancen erhöhte. Seinen Namen hatte der Einsatz auch Mast im Hochland geprägt: Die restlichen Begleiter wurden bis zur Bartlalm von Bergrettern gebracht, bevor sie von einem Polizeihubschrauber, Libelle, ins Tal geflogen wurden. Am selben Tag wurden im nahen Muhr weitere Lawinenabgänge gemeldet, jedoch ohne Verschüttete.

Tödlicher Lawinenunfall in Bayern

Ein weiterer tragischer Vorfall ereignete sich am Montagvormittag im bayerischen Oberjoch. Ein 46-jähriger Skitourengeher aus Augsburg war beim Aufstieg in der Nordflanke des Iseler allein unterwegs, als er offenbar selbst eine Lawine auslöste. Trotz des sofortigen Notrufs und schwieriger Rettungsbedingungen aufgrund der Wetterlage und der bestehenden Lawinengefahr, konnte der Mann nur noch unter laufender Reanimation von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden, wo jedoch jede Hilfe zu spät kam. Die Lawine ereignete sich außerhalb des gesicherten Pistenbereichs, während die Piste selbst nicht gefährdet war. Die Polizei warnte danach eindringlich vor der Beachtung von Lawinenwarnberichten und der richtigen Ausrüstung.

Häufigere Bergunfälle durch Klimawandel

Die jüngsten Vorfälle sind traurige Beispiele einer wachsenden Tendenz. Der Klimawandel, wie die Berichterstattung von Deutschlandfunk zeigt, hat die Bedingungen in den Bergen verschlechtert. Über die Jahre haben sich die Einsätze von Bergrettern stark erhöht. In der Alpin-Saison von Mai bis September 2024 wurden in Österreich 3.674 Einsätze verzeichnet, was etwa 200 mehr als der Zehn-Jahres-Schnitt ist, jedoch 500 weniger als im vorherigen Jahr. Eine Erhöhung der Unfälle ist vor allem beim Wandern und Bergsteigen zu beobachten, was fast drei Viertel aller Vorfälle in Österreich betrifft. Besonders betroffen sind Männer über 50, die oft Schwierigkeiten haben, extrem anstrengende Touren zu bewältigen.

Die Bergrettung setzt sich hauptsächlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, die formell organisiert sind und bei Notfällen über Pager alarmiert werden. Ihr Einsatz erfordert nicht nur körperliche Fitness, sondern auch regelmäßiges Training, um im Ernstfall effizient handeln zu können. Während in Österreich die medizinischen Notfälle durch die Krankenversicherung abgedeckt werden, können die Kosten für Rettungseinsätze in den Alpen, teilweise mehrere Tausend Euro, beträchtlich sein. Der Freistaat Bayern investiert zur Verbesserung der Bergwacht-Ausrüstung signifikant in die Sicherheit, während der Klimawandel die Gefahren in den Alpen nur verstärkt.

In Anbetracht dieser Entwicklungen ist es unerlässlich, dass sowohl erfahrene als auch unerfahrene Bergsportler informiert und gut vorbereitet in die Berge gehen, um ihre Sicherheit und die anderer nicht zu gefährden.