Am 26. Februar 2026 wurde in der Kunstwerkstatt Lienz die Ausstellung „Asylum“ eröffnet. Diese Präsentation, die am Donnerstag stattfand, ist Teil einer neu ins Leben gerufenen Kooperation zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und der Lebenshilfe Osttirol. Im Rahmen der Initiative „Nationalpark für alle“ haben Menschen mit Behinderungen gemeinsam mit Ranger:innen die Lebensräume des Nationalparks erkundet. Dieses besondere Projekt zielt darauf ab, die Natur für alle zugänglich zu machen und durch den Austausch voneinander zu lernen.
Die Kunstwerke, die in der Ausstellung zu sehen sind, stammen von der Künstlerin Elena Reisinger, die fotografische und filmische Arbeiten zeigt. Die entstandenen Werke reflektieren die Erlebnisse während der Auftaktveranstaltung im April 2025 sowie während der Exkursionen im Sommer 2025. Die Themen der Ausstellung betonen den Nationalpark als geschützten Lebensraum, den es zu bewahren gilt, und nicht als Gehege oder Gewächshaus.
Perspektiven und Barrieren erkennen
Die Beteiligten bringen wichtige Perspektiven ein, indem sie Barrieren identifizieren, die Menschen mit Behinderungen im Naturerlebnis begegnen. Bei der Eröffnung waren mehrere Vertreter anwesend, darunter Hermann Stotter, Christine Brugger, Eva Pawlata, Elena Reisinger, Georg Willeit und Florian Jurgeit. Letzterer hob die Offenheit des Nationalparks hervor und betonte die Bedeutung von Barrierefreiheit für alle Menschen.
Christine Brugger sprach zudem die wohltuende Wirkung der Natur an, die sowohl Menschen mit als auch ohne Behinderungen zugutekommt. Das Engagement der Lebenshilfe Osttirol und der Ranger für inklusive Erlebnisangebote wird weiterhin unterstützt, da die Initiative „Nationalpark für alle“ auch im Jahr 2026 mit weiteren Exkursionen, Workshops und künstlerischen Formaten fortgesetzt wird.
Hohe Gästezufriedenheit im Nationalpark
Die Kooperation zwischen dem Nationalpark Hohe Tauern und der Lebenshilfe zeigt sich auch in der hohen Gäste-Zufriedenheit, die laut einer Studie des Management Center Innsbruck (MCI) festgestellt wurde. Der Nationalpark hat klare Schwerpunkte auf Barrierefreiheit und Inklusion gelegt, was von den Urlaubsgästen sehr geschätzt wird. Dies wurde auch bei einer Pressekonferenz zur Präsentation der Ergebnisse einer Besucher-Befragung deutlich, die im MCI Campus Lienz stattfand.
Naturerlebnisse sollen dadurch für alle zugänglich gemacht werden. Der Nationalpark hat bereits mehrere barrierefreie Wege eröffnet, darunter der 800 Meter lange Weg vom Ankogelbahn Parkplatz zum Stappitzer See, der seit Mai 2022 rollstuhl- und kinderwagengerecht ist. Der Rundgang durch das Seebachtal gilt als eines der schönsten Hochgebirgstäler der Hohen Tauern, mit seinen tosenden Wasserfällen und imposanten Gipfeln.
Die Ausstellung „Asylum“ in der Kunstwerkstatt Lienz ist ab Montag, dem 2. März, bis Ende März geöffnet und lädt alle Interessierten ein, sich die künstlerischen Arbeiten anzusehen und die Bedeutung der Natur für alle Menschen zu erleben.
Weitere Informationen zur Barrierefreiheit im Nationalpark finden Sie auf nationalpark-hohetauern.at, während Radio Osttirol wichtige Details zur Kooperation bereitstellt. Zudem berichtet Dolomitenstadt über die Eröffnung und die Ziele der Ausstellung.