Die Kunsthalle Wien steht am 8. Oktober 2025 ganz im Zeichen der zeitgenössischen Kunst mit der Eröffnung zweier neuer Ausstellungen, die als Plattform für gesellschaftliche Auseinandersetzungen fungieren. Unter der Leitung von Direktorin Michelle Cotton wird die Kunsthalle mit frischen, experimentellen Ideen angereichert.

Die erste Ausstellung, „Teenager“, präsentiert die Werke der Künstlerin Guan Xiao, die ihre erste Einzelausstellung in Österreich zeigt. Die Ausstellung umfasst neue Skulpturen und Gemälde, wobei sie zentrale Themen wie Nahrung, Kleidung und Unterkunft behandelt. Diese Fragestellungen stehen in einem spannungsgeladenen Verhältnis zu den Konzepten von Fortschritt, Zivilisation, Tradition und Spiritualität.

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Die Werke von Guan Xiao

Guan Xiao, geboren 1983 in Chongqing, China, hat ein eindrucksvolles, tunnelartiges Haus geschaffen, das den Raum in zwei Hälften teilt und in weißen Pelz gehüllt ist. Innerhalb des Hauses befinden sich leuchtende Röhren und Eier mit Falten. Um das Haus gruppieren sich etwa zehn Skulpturen, die knorrige Baumwurzeln als strukturellen Kern haben, ergänzt durch Stäbe, Gitterplatten und Teile von Motorrädern. An den Wänden sind kurze Gedichte angebracht, die harmonisch zu den Skulpturen passen.

Die Ausstellung wird am 8. Oktober um 18:00 Uhr mit einem Ausstellungsgespräch zwischen Guan Xiao und Sarah Johanna Theurer eröffnet, gefolgt von einer Begrüßung durch Michelle Cotton um 19:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, was die Veranstaltung für alle Kunstinteressierten zugänglich macht.

Die Arbeit von Sophie von Hellermann

Gleichzeitig wird die Künstlerin Sophie von Hellermann mit ihrem Werk „Get Your Head Around It“ in einer 62 Meter langen Vitrine an der Südwestwand der Kunsthalle präsentiert. Ihr Gemälde thematisiert bedeutende Ideen der Menschheitsgeschichte, wobei Anspielungen auf Platons Höhlengleichnis und die Konzepte von Karl Popper sichtbar werden. Bilder von Planeten, Sonnen, Monden und Tieren betonen die Verbindung zwischen faktischer und fiktiver Erzählung, die mit der Geschichte und Kultur verwoben ist. Am Ende des Frieses stehen Telegrafenmasten, Explosionen, Dunkelheit und ein dramatischer roter Sonnenuntergang, alles in Zusammenhang mit Oswald Wieners Konzept des „Bio-Adapters“.

Die Ausstellung von Sophie von Hellermann kann ebenfalls ab dem 8. Oktober besichtigt werden und läuft bis zum 29. März 2026. Beide Künstlerinnen schaffen es, durch ihre Werke einen Dialog über aktuelle gesellschaftliche Themen zu etablieren.

Die Kunsthalle Wien selbst, die für ihr Engagement für Neues, Experimentelles und Risiko bekannt ist, nimmt hierbei eine herausragende Rolle in der Wiener Kulturszene ein. Sie bietet nicht nur außergewöhnliche Ausstellungen, sondern auch ein intensives Vermittlungsprogramm, das Zugang zu zeitgenössischen und gesellschaftspolitischen Fragestellungen fördert (MQW). Das Programm ist auf unterschiedliche Besuchergruppen ausgerichtet und fördert eine vielschichtige Auseinandersetzung mit der Kunst.