Am 16. Februar 2026 wird die geopolitische Situation immer angespannter. Dies wurde besonders deutlich bei der Münchner Sicherheitskonferenz, die am 13. Februar stattfand. Ralph Schöllhammer von exxpress.at sowie Gerald Markel erörterten die brisanten Themen und erkannten eine scharfe Zäsur im transatlantischen Verhältnis. Schöllhammer betonte, dass Europa nicht mehr geschont werde und die Erwartungen der USA an den europäischen Kontinent gewachsen seien. In diesem Kontext gab es auch deutliche Kritik aus den USA an der Migrationspolitik in Europa und an Einschränkungen der Meinungsfreiheit, die als Signale einer gefährlichen Dynamik gewertet werden.

Bei seiner Eröffnungsrede auf der Konferenz stellte Bundeskanzler Friedrich Merz das zerrüttete transatlantische Verhältnis zwischen Europa und den USA in den Fokus. Laut tagesschau.de forderte Merz, dass Europa ein „selbsttragender Pfeiler“ der NATO werden müsse. Er sah die Notwendigkeit, sich von der Abhängigkeit von den USA zu befreien, um eine neue transatlantische Partnerschaft zu stärken. Dies schließt möglicherweise auch die Etablierung eines europäischen Atomschirms ein, wobei Merz bereits Gespräche mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron geführt hat.

Strategie vs. Symbolpolitik

Die Konferenz verdeutlichte laut Schöllhammer, dass Europa „sich in einen Krieg hineinspricht“ und die Frage aufwirft, ob Strategie oder Symbolpolitik dominieren. Gerald Markel ergänzte, dass Sicherheit nicht nur militärisch definiert werden sollte; Aspekte wie wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftlicher Zusammenhalt seien ebenfalls entscheidend. Diese Debatten zeigen eine Nervosität und große strategische Unsicherheit innerhalb Europas und im transatlantischen Bündnis.

Für die NATO und ihre Mitglieder ist das sicherheitspolitische Umfeld durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine grundlegend verändert worden, wie auch kas.de betont. Die NATO hat ihr strategisches Konzept angepasst, um den Fokus auf kollektive Verteidigung und abschreckende Maßnahmen zu richten. In diesem Rahmen plant die NATO, ihre Eingreiftruppe bis 2025 auf 100.000 einsatzbereite Truppen zu erhöhen.

Neuer Fokus auf Eigenverantwortung

Die USA haben mittlerweile über 100.000 Soldaten in Europa stationiert, während ihre Sicherheitsinteressen zunehmend in den pazifischen Raum wandern. Diese Entwicklung führt dazu, dass Europa militärisch handlungsfähiger werden und Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen muss. Gleichzeitig wird eine faire transatlantische Lastenverteilung erwartet, um die USA zu entlasten.

Die Zukunft der transatlantischen Beziehungen wird durch das zunehmende Bedürfnis nach starker Führung und die Rückbesinnung auf Machtpolitik in der aktuellen Weltlage geprägt. Merz merkte an, dass es in Zukunft voraussichtlich häufiger zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Europa und den USA kommen werde, da die Selbstverständlichkeit der transatlantischen Partnerschaft verloren gegangen ist. Daher ist es wichtig, dass Europa seine Rolle in der NATO und der internationalen Sicherheitspolitik reformiert und anpasst.