Krieg: Ein Phänomen der letzten 15.000 Jahre – Meller enthüllt die Wahrheit!
Archäologe Harald Meller diskutiert das jüngste Phänomen Krieg und dessen Wurzeln in einem aktuellen Interview zur Menschheitsgeschichte.

Krieg: Ein Phänomen der letzten 15.000 Jahre – Meller enthüllt die Wahrheit!
München, 30. November 2024 – In einer aufsehenerregenden Aussage hat der Archäologe Harald Meller begutachtet, dass Krieg ein relativ junges Phänomen in der Geschichte der Menschheit ist. Laut Meller gibt es Krieg vermutlich erst seit etwa 15.000 Jahren, was nur etwa einem Prozent der gesamten Menschheitsgeschichte entspricht. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ erklärte er, dass die Lebensweise der Menschen zu jener Zeit – geprägt vom hochmobilen Jagen und Sammeln – eine rationale Kriegsführung unmöglich machte. Meller erklärte, für die Entstehung von Kriegen hätten Faktoren gefehlt wie hohe Bevölkerungsdichte und Sesshaftigkeit, die heute als Grundsteine für Konflikte betrachtet werden.
Besonders spannend ist die Feststellung, dass individuelle Gewaltakte zwar schon vor langer Zeit stattfanden, jedoch keine massenhaften Konflikte. Meller führte aus, dass der erstmal nachweisbare Mord bereits vor etwa 430.000 Jahren in der Altsteinzeit stattfand, konkret nahe Atapuerca in Spanien. Er hebt die klare Differenzierung zwischen Einzelkämpfen und organisierter Kriegsführung hervor. Zum großen Vorteil der Menschheit sieht Meller die Entwicklung demokratischer Strukturen in vielen Staaten, die dazu geführt haben, dass Kriege seltener werden. „Das ist ein Prozess, der lange noch nicht abgeschlossen ist,“ betonte er.