Vincent Kriechmayr steht vor einer entscheidenden Herausforderung im Ski-Weltcup. Am Samstag um 10.45 Uhr (live auf ORF1) wird der 34-jährige Oberösterreicher beim Weltcup-Finale in Kvitfjell antreten und versucht, an seinen jüngsten Erfolg in Courchevel anzuknüpfen. Dort sicherte er sich seinen 20. Weltcupsieg und den zehnten in der Abfahrt mit nur 0,09 Sekunden Vorsprung vor Giovanni Franzoni und 0,31 Sekunden vor dem Schweizer Marco Odermatt. Klare Worte fand Kriechmayr nach seinem Sieg: „Die Hundertstel waren auf meiner Seite, ich bin eine direkte Linie im Mittelteil gefahren“.
Dieser Sieg war bedeutend für das österreichische Abfahrtsteam, das seit dem 15. März 2023 auf einen Weltcupsieg gewartet hatte. Kriechmayrs Triumph brach die Dominanz der Schweizer, die zuvor alle Abfahrten in dieser Saison für sich entschieden hatten. Dies ist besonders wichtig für den neuen Speedchef, Andreas Evers, der optimistisch ist und das Team dazu motiviert, in jedes Rennen mit dem Ziel zu gewinnen.
Die Herausforderungen der ÖSV-Herren
Die ÖSV-Herren hatten in den letzten drei Jahren kaum Erfolge bei Abfahrtsrennen zu verzeichnen. Evers, der erst seit einem Jahr im Amt ist und einen Zweijahresvertrag besitzt, plant, auch Raphael Haaser und Marco Schwarz zu Siegläufern zu formen. Haaser zeigte mit seinem besten Platz, dem fünften, ein positives Zeichen für die Mannschaft, ebenso wie der sechste Platz von Daniel Hemetsberger, der nur noch knapp an einem Sieg dran ist.
Stefan Eichberger, der nach einem Kreuzbandriss zurückkehrt, könnte ebenfalls neue Impulse setzen. Doch abseits der sportlichen Merkmale steht Kriechmayrs Zukunft im Fokus. Nach dem bevorstehenden Weltcup-Finale wird er über einen möglichen Rücktritt entscheiden müssen. ÖSV-Herrenchef Marko Pfeifer wartet gespannt auf seine Entscheidung.
Olympische Medaillen und die Weltcup-Kugel
Pfeifers Vertrag wurde kürzlich um zwei Jahre verlängert, doch die Saison der ÖSV-Herren war durch nur zwei Herren-Medaillen bei den Olympischen Spielen 2026 geprägt, während der Rest des Teams in allen Disziplinen siegreich war. Österreich konnte keine Goldmedaille erringen, was das Ziel für die kommende Saison umso dringlicher macht: die Weltcup-Kugel. Das Vorhaben wird allerdings nicht einfach, besonders da Odermatt die kleine Kristallkugel für die Abfahrt vor wenigen Tagen sicherte.
Die Liste der Olympiasieger im alpinen Skisport führt die Erfolge der besten Athleten zusammen und gibt einen Überblick über die Medaillenverteilung. Insgesamt wurden seit den Olympischen Winterspielen 1936 bis 2022 81 Goldmedaillen im Herren-Ski Alpin vergeben, wobei die Nationenwertung für Österreich enttäuschend ausfiel.\vspace{0.3em}
Aktuell stehen die Zeichen günstig für ein starkes Comeback der ÖSV-Herren im kommenden Jahr, aber die Ergebnisse dürfen nicht aus den Augen gelassen werden. Während Kriechmayr mit seinen Leistungen Wiederaufbauarbeit leistet, bleibt die drängende Frage nach seiner sportlichen Zukunft hinter dem anstehenden Rennen bestehen.
Für weitere Informationen zu den Olympiasiegern im alpinen Skisport können Sie die Wikipedia-Seite besuchen.
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