Ein kürzlich aufgedeckter Kreditbetrug hat einen 38-jährigen Mann aus dem Bezirk Feldkirchen schwer getroffen. Ende Jänner 2026 erhielt der Mann ein angebliches Kreditangebot über 60.000 Euro, das ihm über einen Messenger-Dienst zugesandt wurde. Um die Kreditsumme zu erhalten, wurden von ihm mehrere Überweisungen auf verschiedene Konten verlangt. Trotz der erfolgten Zahlungen kam das Geld bis heute nicht an, sodass er schließlich Anzeige erstattete. Der Schaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro, und die Ermittlungen gegen die Betrüger sind bereits im Gange, berichtet Klick Kärnten.

Der Vorfall ist Teil einer besorgniserregenden Entwicklung, bei der immer mehr Menschen in finanzielle Notlagen und auf der Suche nach Krediten in die Fänge unseriöser Anbieter geraten. Diese Täter zeichnen sich durch geschickte Gesprächsführung und manipulativ eingesetzte „schöne Worte“ aus, die das Opfer dazu verleiten, an die Richtigkeit des Angebots zu glauben. Es schließt sich oft ein reger Schriftverkehr an, in dem Verträge mit fehlerhaftem Deutsch und unprofessionellem Layout verschickt werden. Häufig finden sich auch Logos bekannter Finanzinstitute oder ausländischer Ministerien in diesen Dokumenten, was den Betrug als glaubwürdiger erscheinen lässt. Die Verbraucherzentrale warnt: Ein sicheres Warnzeichen ist die Forderung nach einer Überweisung, bevor der Kredit ausgezahlt wird, etwa für angebliche Bearbeitungsgebühren oder Steuern. Nach einer ersten Zahlung folgen oft weitere Zahlungsaufforderungen, während sich die Betrüger bei Zweifeln des Opfers vom Kontakt zurückziehen, wie die EZV schildert.

Die Gefahren unseriöser Kredite

Die Problematik von Kreditbetrug ist in der aktuellen Landschaft besonders stark ausgeprägt, da viele Menschen aufgrund größerer Ausgaben oder ungeplanter finanzieller Herausforderungen auf der Suche nach schnellen Lösungen sind. Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg weist darauf hin, dass Anbieter dieser Finanzierungsmodelle oft kein Interesse daran haben, den Betroffenen aus ihrer Geldnot zu helfen. Stattdessen wird das Vertrauen der Verbraucher missbraucht, und die Anbieter verdienen sich mit teuren Krediten eine goldene Nase. Die Verbraucherzentralen versuchen in ihren Informationskampagnen, auf die Risiken solcher Angebote aufmerksam zu machen und Tipps für sichere Finanzierungen bereitzustellen, wie Verbraucherzentrale berichtet.

Die Gesamtheit dieser Entwicklungen lässt darauf schließen, dass Verbraucher beim Thema Kreditvergabe überaus vorsichtig sein sollten. Der Markt ist gespickt mit Rückschlägen und finanziellen Fallen, die es zu vermeiden gilt. Es ist essentiell, nur mit vertrauenswürdigen Institutionen zusammenzuarbeiten und im Falle von Unsicherheiten professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.