Österreich

Krankenkassa übernimmt Kosten für Hebammen-Nachbetreuung nach Fehlgeburt ab 18. Schwangerschaftswoche

Verbesserte Betreuung für Frauen nach Fehlgeburten: Neue Maßnahmen und Kostenübernahme ab der 18. Schwangerschaftswoche

Die Betreuung von Frauen nach einer Fehlgeburt soll zukünftig verbessert werden, wie Familienministerin Susanne Raab im Ö1-Morgenjournal ankündigte. Eine wichtige Veränderung betrifft die Kostenübernahme für eine Nachbetreuung durch eine Hebamme ab der 18. Schwangerschaftswoche. Bisher war eine solche Betreuung nur auf eigene Rechnung möglich. Insbesondere nach Fehlgeburten gibt es oft Probleme, wie Bernadette Hartl vom Verein Wandelstern berichtete. Betroffene erhalten oft zu wenig Unterstützung sowohl psychologischer als auch medizinischer Art.

Die Hebammen sollen künftig eine wichtige Rolle einnehmen, da sie sowohl körperlich als auch psychologisch unterstützen können. Diese Kosten sollen ab der 18. Schwangerschaftswoche von der Krankenkasse übernommen werden. Zusätzlich sollen Familien- sowie Frauen- und Mädchenberatungsstellen für die langfristige Betreuung verantwortlich sein. Um die starre Gewichtsgrenze für den Mutterschutz aufzuweichen, ist eine Arbeitsgruppe notwendig, die die bestehende Regelung überprüfen und alternative Maßnahmen vorschlagen soll.

Die Aufweichung der starren Gewichtsgrenze wird vom von den Grünen geführten Gesundheitsministerium befürwortet. Neben der finanziellen Unterstützung durch die Krankenkasse ist auch eine verstärkte Sensibilisierung und Enttabuisierung des Themas Fehl- und Totgeburten von großer Bedeutung. Ein bereits eingebrachter Antrag im Ministerrat sieht vor, Eltern nach solchen tragischen Ereignissen österreichweit kompetente Unterstützung anzubieten. Dieser Schritt soll dazu beitragen, das Thema stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken und den Betroffenen angemessene Hilfe zukommen zu lassen.

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