Die Impfungen gegen Gürtelrose und Pneumokokken sind seit November 2023 für alle Personen über 60 Jahre in Österreich kostenlos. Diese Initiative zielt darauf ab, vulnerable Gruppen vor schweren Verläufen dieser Erkrankungen zu schützen. Laut 5min gibt es jedoch seit Dezember 2023 Berichte über eine Impfstoffknappheit, die von steirischen Ärzten alarmierend zur Sprache gebracht wurde.
Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMASGPK) hat daraufhin eine hohe Nachfrage im Bestellsystem festgestellt. Aktuell sind im e-Impfshop alle verfügbaren Impfstoffe bereits vollständig bestellt, was auf die große Resonanz bei der Bevölkerung hinweist.
Aktuelle Impfstoffverteilung
Um die Situation zu verbessern, wurde eine garantierte Bestellmenge pro impfenden Einrichtung eingeführt, um eine schnellere Verteilung der Impfstoffe zu gewährleisten. Die betroffenen Einrichtungen umfassen niedergelassene Ärzte, Krankenhäuser, Reha- und Kuranstalten sowie Alten- und Pflegeheime. Aktuell stehen die garantierten Mengen seit vergangener Woche im e-Impfshop zur Verfügung. Am Freitag sollen zudem restliche Bestände mit Bestelllimits freigegeben werden.
Besonders größere Impfstellen der Bundesländer sowie die Sozialversicherung erhalten größere Dosen, um der Nachfrage gerecht zu werden. In der bisherigen Impfkampagne wurden rund 650.000 Dosen bereitgestellt; dabei sind etwa 275.000 Impfungen im e-Impfpass verzeichnet. Die Differenz zu den bereitgestellten Dosen erklärt sich durch reservierte Dosen für Zweitimpfungen und weitere 250.000 Impfstoffe, die sich noch in der Auslieferung befinden.
Ausblick auf die Versorgungslage
Ab Freitag werden die nächsten Lieferungen von Impfstoffen eintreffen, wobei größere Mengen bereits ab Anfang April an die empfangenden Einrichtungen ausgeliefert werden. Laut BMASGPK sind die größeren Lieferungen von Gürtelrose-Impfstoffen spätestens für den Sommer 2026 vorgesehen. Die internationale Beschaffung des Impfstoffes erfolgt über den Weltmarkt, und Österreich passt die Bestellungen kontinuierlich an die verfügbaren Produktionsmengen an.
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig versichert, dass jeder, der eine Impfung wünscht, diese auch erhalten kann. Dies unterstreicht den gesamtgesellschaftlichen Ansatz, um eine breite Durchimpfung der älteren Bevölkerung zu gewährleisten.
Zusätzlich sind im Kontext von Impfungen auch die generellen Impfquoten in Deutschland von Interesse. Laut nali-impfen.de veröffentlicht das Robert Koch-Institut (RKI) regelmäßig Daten zum Impfstatus der Bevölkerung. Die Impfquoten für Kinder und Jugendliche in Deutschland sind dabei recht hoch, was auf erfolgreiche Informations- und Impfkampagnen hinweist.
Die lang etablierten Impfungen zeigen Impfquoten von über 90%, während neuere Impfungen wie die gegen Pneumokokken im Bereich von 80 bis 90% liegen. Maßnahmen zum Monitoring und zur Verbesserung der Impfquote werden weiterhin evaluiert, um auch Erwachsene besser zu erreichen.


