Die Spannungen im Nahen Osten haben einen neuen Höhepunkt erreicht, nachdem israelische Streitkräfte eine umfassende Offensive im Libanon gestartet haben. Am 12. März 2026 bombardierten die israelischen Luftwaffen mehr als 20 Ziele im Libanon, darunter Raketenabschussrampen und Kämpfer der Hisbollah, die sich auf Angriffe auf Israel vorbereiteten. Diese Angriffe folgen auf eine bisherige Raketenoffensive der Hisbollah, die den Norden Israels getroffen hatte. Es wird berichtet, dass das libanesische Gesundheitsministerium mindestens sieben Tote und 21 Verletzte durch einen Angriff auf den Strandabschnitt Ramlet al-Baida in Beirut gemeldet hat, wo viele Vertriebene leben. Kleine Zeitung berichtet, dass die Offensive Teil einer angekündigten „groß angelegten“ Militäraktion der israelischen Armee auf Ziele in Teheran und Beirut ist.

Die aktuelle Eskalation wurde durch die Tötung des iranischen Führers Ayatollah Ali Chamenei am 28. Februar ausgelöst, was zu einer Welle von Angriffen seitens der Hisbollah und dem Iran führte. Diese Angriffe sind die ersten, bei denen die Hisbollah und der Iran gemeinsam gegen Israel vorgehen. Berichten zufolge wurden über 50 Ziele in Israel mit Raketen und Drohnen angegriffen, darunter strategisch wichtige Armeestützpunkte in Städten wie Haifa, Tel Aviv und Beerscheba. n-tv stellt fest, dass der militärische Konflikt nach der Tötung Chameneis, der hohe militärische und politische Persönlichkeiten in Teheran betraf, erheblich zugenommen hat.

Reaktionen und Auswirkungen

Die israelische Militärführung hat die Verantwortung für diese Eskalation der Hisbollah zugeordnet. Generalstabschef Ejal Zamir erklärte, die Miliz trage „die volle Verantwortung für jede Eskalation“. Israel habe daraufhin auch Luftangriffe auf Häuser in Beirut, welche ranghohe Mitglieder der Hisbollah beherbergten, veranlasst. Neben den humanitären Konsequenzen, berichten libanesische Quellen von mindestens 31 Toten und 149 Verletzten durch die israelischen Angriffe, die in erster Linie im Süden des Landes stattfanden.

Die Situation bleibt angespannt, mit Berichten, dass die israelische Armee die Evakuierung von fast 50 Städten und Dörfern im Libanon fordert. Zivilisten, die in den betroffenen Gebieten wohnen, wurden aufgefordert, sich mindestens einen Kilometer von ihren Dörfern zu entfernen. Bilder zeigen bereits lange Autoschlangen, die Beirut verlaten, während die libanesische Regierung eine Krisensitzung einberufen hat, um über mögliche Maßnahmen zu beraten. Auch die US-Regierung hat, laut Informationen der Tagesschau, einen Rückgang der Benzinpreise inmitten steigender Treibstoffkosten prognostiziert, was möglicherweise eine indirekte Reaktion auf den Konflikt ist.

Die anhaltenden militärischen Auseinandersetzungen und die direkte Einmischung des Iran stellen eine ernsthafte Bedrohung für die regionale Stabilität dar. Die Hisbollah, trotz einer Schwächung in den letzten Jahren, zeigt weiterhin erhebliche militärische Fähigkeiten, die sie im aktuellen Konflikt nutzt.