Die Kollektivvertragsverhandlungen in der Sozialwirtschaft gehen in die entscheidende fünfte Runde. Am Montag, den 26. Jänner 2026, treffen sich Vertreter der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite bis in die Abendstunden, um mögliche Lösungen zu finden. Die Arbeitnehmervertretung, angeführt von der GPA-Chefverhandlerin Eva Scherz, hat bereits einen Streikbeschluss gefasst und droht mit umfangreichen Protestaktionen, sollten die Verhandlungen erneut scheitern.
Vor dem Beginn der Verhandlungen hat Scherz signalisiert, dass die Gewerkschaft möglicherweise von der ursprünglichen Forderung nach vier Prozent Gehaltssteigerung abweichen könnte. Sie betont jedoch, dass das Gesamtpaket entscheidend sei. Das Angebot des Arbeitgeberverbands, das eine Lohnerhöhung von lediglich 2,3 Prozent ab dem 1. April 2026 beinhaltet, wird als „unzureichend“ angesehen. Derzeit bedeutet dies eine reale Erhöhung von nur 1,72 Prozent für das gesamte Jahr 2026. Dieses Angebot finden die Gewerkschaften ungenügend und lehnen es ab.
Hintergründe der Verhandlungen
Die Kollektivvertragsverhandlungen, die seit dem 1. Oktober 2025 laufen, betreffen rund 130.000 Beschäftigte in den Bereichen Gesundheits-, Sozial- und Pflegeberufe. Diese Verhandlungen sind von großer Bedeutung, da sie die Arbeitsbedingungen und Entlohnungen in einem wesentlichen Sektor unserer Gesellschaft betreffen. Die Gewerkschaft fordert nicht nur eine Gehaltserhöhung, sondern auch Verbesserungen der Arbeitsbedingungen. Die Arbeitgeberseite, vertreten durch Yvonne Hochsteiner von Sozialwirtschaft Österreich, verweist auf die schwierige wirtschaftliche Situation und die bereits festgelegten Budgets für 2026, die keinen Spielraum für höhere Angebote lassen.
Hochsteiner fordert daher eine Bewegung der Arbeitnehmerinnen, um die verfahrene Situation zu lösen. Bei einem Scheitern der Verhandlungen drohen zwischen dem 28. und 30. Jänner österreichweit „ausgedehnte Streiks“. Alarmierend ist, dass bereits nach der dritten Verhandlungsrunde im Dezember 2025 erste Warnstreiks stattfanden, die die Dringlichkeit der Verhandlungen verdeutlichten.
Zukünftige Perspektiven
Die Kollektivvertragsverhandlungen stehen unter immensem Druck, sowohl vonseiten der Gewerkschaft als auch der Arbeitgeber. Letztere zeigen zwar Verständnis für die Forderungen, heben jedoch die schlechten Rahmenbedingungen hervor, die es erschweren, den Arbeitnehmerforderungen gerecht zu werden. Die kommenden Stunden könnten entscheidend für die Zukunft der Sozialwirtschaft in Österreich sein.
Wie sich die Situation entwickelt, bleibt abzuwarten. Der heutige Verhandlungstag wird mit Spannung erwartet und könnte entscheidend für die kommenden Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern sein. In diesem Kontext wird die Gewerkschaft sich weiterhin für die Interessen der Beschäftigten starkmachen und droht mit einem massiven Arbeitskampf, falls keine Einigung erzielt werden kann.
Das nächste Kapitel in diesen fortdauernden Verhandlungen wird die Reaktionen aller Beteiligten auf die heutigen Gespräche und deren Ergebnisse zeigen müssen. Es bleibt zu hoffen, dass eine Einigung gefunden wird, die den Anforderungen aller Seiten gerecht wird.
Für weitere Informationen zu den Verhandlungen besuchen Sie bitte Vienna.at, Nachrichten.at und 5min.at.