Der neue Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) trägt den Titel „State of the Global Climate“ und fordert mit dem Motto „Heute beobachten, morgen schützen“ zur dringenden Auseinandersetzung mit dem Zustand des globalen Klimas auf. Der Bericht beleuchtet, wie stark das Erdklima aus dem Gleichgewicht geraten ist, vor allem durch menschliche Aktivitäten, die die Konzentrationen von Treibhausgasen wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas drastisch erhöht haben. Dies hat weitreichende Folgen für das Klima und die globale Sicherheit, wie UN-Generalsekretär António Guterres betont. Diese Gase befinden sich auf dem höchsten Niveau seit mindestens 800.000 Jahren (ÖkoNews, WAZ).
Besonders alarmierend ist das im Bericht neu aufgeführte Konzept des Energieungleichgewichts der Erde. Diese Bilanz misst die Rate, mit der Energie in das Erdsystem eintritt und es verlässt. In einem stabilen Klima sollte die einfallende Sonnenenergie der abgegebenen Energie entsprechen. Doch seit 1960, insbesondere in den letzten 20 Jahren, hat sich das Energieungleichgewicht erheblich verschärft. Im Jahr 2025 konnte ein neuer Höchststand verzeichnet werden. Es wird geschätzt, dass über 91 % der überschüssigen Wärme in den Ozeanen gespeichert wird, während nur 1 % die Atmosphäre erwärmt (ÖkoNews).
Extreme Wetterereignisse und ihre Konsequenzen
Das Jahr 2025 war geprägt von extremen Wetterereignissen, die zu Tausenden von Todesfällen führten und Millionen Menschen beeinträchtigten. Die wirtschaftlichen Verluste belaufen sich auf mehrere Milliarden Dollar. Die Erwärmungsrate der Ozeane hat sich seit 2005 mehr als verdoppelt und erreicht Rekordwerte, die jährlich etwa 18-mal mehr Energie speichern als der menschliche Energieverbrauch. Diese dramatischen Veränderungen wirken sich nicht nur auf das Wetter aus, sondern führen auch zu einer Versauerung der Ozeane, was irreversible Folgen für die Artenvielfalt und die Fischerei haben könnte (WAZ).
Zusätzlich, im Jahr 2025 hat die arktische Meereisausdehnung Rekordtiefstände erreicht, und die Gletscher weltweit verlieren massiv an Masse. Dies hat zur Folge, dass der Anstieg des globalen mittleren Meeresspiegels sich beschleunigt hat – seit 1993 ist er um etwa 11 cm gestiegen. Die frühere Stabilität des Klimasystems ist nicht länger gegeben, und die Prognosen des IPCC zeigen, dass die Erwärmung der Ozeane und der Anstieg des Meeresspiegels über die kommenden Jahrhunderte fortgesetzt werden (ÖkoNews).
Ausblick auf die Zukunft
Der Bericht enthält zudem einen Anhang zu Extremereignissen und deren Folgen wie Ernährungsunsicherheit und Vertreibung von Menschen. Auch der Einfluss steigender Temperaturen und extremer Wetterereignisse auf die Gesundheit wird thematisiert. Über ein Drittel der globalen Arbeitskräfte – etwa 1,2 Milliarden Menschen – sieht sich jährlich Hitzerisiken am Arbeitsplatz ausgesetzt. Angesichts dieser alarmierenden Entwicklungen wirft der Bericht ein Schlaglicht auf die Dringlichkeit, umgehend zu handeln und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, um das Klima zu stabilisieren und zukünftige Katastrophen zu vermeiden (WAZ).




