Die diesjährige Klima Biennale Wien findet vom 9. April bis 10. Mai 2026 statt und rückt die transformative Kraft der Kunst in den Fokus der Klimadiskussion. Wie Wien.gv.at berichtet, zielt die Veranstaltung darauf ab, neue Wege des Denkens, Fühlens und Handelns im Angesicht der Klimakrise zu fördern. Im Rahmen eines spartenübergreifenden Festivals werden vielfältige Programme an den Schnittstellen von Kunst, Klima und Gesellschaft präsentiert. Die Biennale soll Impulse für Klimagerechtigkeit und eine lebenswertere Zukunft geben.
Der Veranstalter, das KunstHausWien, lädt am 23. Februar 2026 zur Programmpräsentation ein, bei der Vertreter*innen wie Veronica Kaup-Hasler, Stadträtin für Kultur und Wissenschaft, und Jürgen Czernohorszky, Stadtrat für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal, anwesend sein werden. Interessierte Medienvertreter*innen müssen sich anmelden, um an der Präsentation teilzunehmen.
Verknüpfung von Kunst und Nachhaltigkeit
Eine der Erfolgsinitiativen, die in den Kontext der Klima Biennale gehört, ist das Pilotprojekt Biofabrique Vienna, das 2024 von der Wirtschaftsagentur Wien gestartet wird. Wie die Kreativwirtschaft.at erwähnt, zielt Biofabrique darauf ab, Kreativwirtschaft, Forschung und Industrie zu vernetzen, um neue Materialien aus ungenutzten, lokalen Ressourcen zu entwickeln. Die Ergebnisse werden im Nordwestbahnareal präsentiert, um die Potenziale der Kreislaufwirtschaft aufzuzeigen. Hierbei steht auch die Präsentation erster innovative Projekte bei der Vienna Design Week, die ihr 20-jähriges Bestehen feiert, im Mittelpunkt.
Zusätzlich stellen die Creatives for Vienna – Making Spaces-Projekte eine Verbindung zwischen künstlerischer Vision und urbaner Umsetzung her. Ein Beispiel ist ein Minigolfparcours, der auf kreative Weise Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit erfahrbar macht. Die Klima Biennale soll Vorreiter in der kreativen und kollaborativen Klimatransformation sein und die Sichtbarkeit der kulturellen Praktiken, die gesellschaftliche Veränderungen beschleunigen können, stärken.
Kulturinstitutionen für Klimaneutralität
Das Engagement für die Klima Biennale entspricht dem Trend, dass Kunst- und Kulturinstitutionen zunehmend ihre Klimawirkung reflektieren. Im Rahmen der bundesweiten Nachhaltigkeitsinitiative „Zero“ der Kulturstiftung des Bundes beteiligt sich die Kulturbranche aktiv an der Ausrichtung ihrer Handlungen an ökologischen Nachhaltigkeitszielen.
Das Programm „Zero“ umfasst verschiedene Module, darunter Projektförderung und Fortbildungsmaßnahmen, um künstlerisch innovative, klimaneutrale Projekte zwischen 2023 und 2027 zu entwickeln. Insgesamt stehen bis 2027 8 Millionen Euro zur Verfügung, um Kultureinrichtungen bei der Erprobung klimaneutraler Produktionsformen zu unterstützen.
Die Klima Biennale Wien wird somit nicht nur als Plattform für künstlerische Auseinandersetzung mit dem Klimawandel fungieren, sondern auch als Katalysator für eine breitere gesellschaftliche Diskussion zur Klimagerechtigkeit und zur Rolle der Kunst im Zeitalter der Klimakrise.