Die Kinokultur in Österreich erlebt derzeit einen erheblichen Aufschwung, insbesondere durch das innovative Kinoabo-Modell, das rund 14.300 Mitglieder zählt. Dieses Abo, das am 16. März 2026 seinen dritten Geburtstag feiert, hat im Vorjahr erstmals die Marke von 10.000 Abonnenten überschritten. Es soll als Plattform für Filmfans dienen, die regelmäßig ins Kino gehen und Zugang zu einer Vielzahl von Filmen erhalten möchten. Die aktuellen Bestrebungen zielen darauf ab, bis Ende 2026 die Mitgliederzahl auf über 15.000 zu erhöhen, was durch den gestiegenen Zugang und das Interesse verstärkt wird, wie 5min.at berichtet.
Ein weiterer Grund für das wachsendes Interesse sind die gestiegenen Partnerkinos, die von 18 auf 40 in ganz Österreich anwachsen. Besonders Wien hebt sich mit einem dichten Netzwerk von 17 Kinos und einem Open-Air-Kino hervor. Neben den bereits etablierten Standorten am Haydn Kino, im Actors Studio und im Urania Kino wird im Frühjahr 2026 auch das Bellaria Kino als neuer Partner aufgenommen.
Preise und Zielgruppen
Die Preise für das Kinoabo sind für die Mitglieder stabil geblieben. So zahlen unter 26-Jährige 22 Euro pro Monat, während alle anderen 24 Euro pro Monat in Anspruch nehmen. Wer sich für ein Jahresabo entscheidet, kann für 264 Euro ein ganzes Jahr lang Filme genießen. Es ist bemerkenswert, dass rund 90% der Abo-Nutzer aus Wien stammen, was etwa 12.500 Menschen betrifft. Das Abo erfreut sich besonders großer Beliebtheit bei jungen Erwachsenen und Studierenden, die Kino zunehmend als sozialen Treffpunkt erleben.
Vergleich über Grenzen hinweg
Im internationalen Vergleich lässt sich feststellen, dass das Konzept des Kinoabos auch in anderen Ländern zuträglich ist. So wird das niederländische Modell „Cineville“, das seit 17 Jahren existiert und rund 100.000 Abonnenten zählt, als ein Vorbild gesehen. Kooperationen wie “Eurotrip” sollen die Attraktivität des österreichischen Abo-Modells weiter steigern und den Trend zur regelmäßigen Kino-Nutzung forcieren.
Während die österreichischen Kinos einen Aufwärtstrend verzeichnen, zeigt ein Blick auf die Situation in Deutschland, dass die Kinobranche dort nach einem leichten Dämpfer im Jahr 2024 erneut unter Druck steht. Hier sank die Besucherzahl im Vergleich zum Vorjahr um über fünf Millionen, was die Herausforderungen verdeutlicht, die die Branche weltweit zu meistern hat. Dennoch bleibt der Umsatz über die letzten Jahre hinweg stabil, und auch in Deutschland sind die Kinos nach den Corona-Jahren auf einem besseren Weg, wie Statista anmerkt.