Die Dokumentation „Melania“ über die First Lady der USA, Melania Trump, hat in Österreich ein ernüchterndes Debüt hingelegt. Laut oe24.at besuchten am ersten Wochenende lediglich 193 Zuschauer die Vorführungen in insgesamt 9 Kinos. Dies entspricht einem Durchschnitt von nur 7 Besuchern pro Vorstellung. Die Gesamteinnahmen in Österreich belaufen sich auf weniger als 2.000 Euro, während das Produktionsbudget des Films bei stattlichen 40 Millionen Dollar liegt.

In den österreichischen Kinocharts rangiert der Dokumentarfilm auf einem enttäuschenden Platz 46. Zum Vergleich: An der Spitze steht das Psychodrama „The Housemaid – Wenn sie wüsste“, das am gleichen Wochenende 26.500 Zuschauer anlockte.

Erfolg in den USA

Im Gegensatz zu den bescheidenen Zahlen in Österreich hat der Film in den USA eine deutlich bessere Leistung gezeigt. Wie Spiegel Online berichtet, erreichte „Melania“ dort Platz 3 der Kinocharts und erwirtschaftete 7,2 Millionen Dollar. Hinzu kommen Einnahmen aus Australien in Höhe von 22.559 Dollar. Die Doku behandelt speziell die 20 Tage bis zur zweiten Inauguration von Donald Trump, die am 20. Jänner 2025 stattfand.

Trotz des finanziellen Erfolgs in den USA bleibt die Frage im Raum, ob das Publikum tatsächlich an einem Film interessiert ist, der aus der Sicht der First Lady erzählt wird. Viele Kritiker äußern Bedenken hinsichtlich der Objektivität, da der Film den Eindruck eines Propagandastreifens vermittelt, wie aus Berichten von RND hervorgeht.

Werbung und Promotion

Die Werbekampagne für „Melania“ kostete 35 Millionen Dollar und umfasste unter anderem Fernsehspots während der NFL-Playoff-Spiele. Donald Trump bewirbt den Film aktiv auf Instagram und ruft seine Anhänger auf, Tickets zu kaufen. Dennoch zeigen Berichte, dass die Verkaufszahlen nicht den Erwartungen entsprechen. In London wurde für eine Freitagnachmittagsvorstellung sogar nur ein einziges Ticket verkauft.

Zusätzlich wurde der Film in Südafrika kurz vor dem Start aus den Kinos genommen, ohne dass die Gründe dafür klar sind. Der Regisseur Brett Ratner, der zuvor wegen sexuellen Fehlverhaltens in der Kritik stand, ist für die Umsetzung des Projekts verantwortlich und wollte damit zu seiner Karriere zurückkehren.

Mit einem so hohen Produktionsbudget und den bisher käuferfreundlichen Kritiken bleibt abzuwarten, ob „Melania“ in den kommenden Wochen das Publikum noch für sich gewinnen kann, insbesondere in einem so umkämpften Kino-Markt.