Die staatliche Sanierungsförderung für private Haushalte in Österreich konzentriert sich im Jahr 2023 verstärkt auf den Kesseltausch. Dies geschieht, um eine höhere CO2-Einsparung pro ausgegebenem Euro zu erzielen, wie oekonews.at berichtet. Im Vorfeld lagen die Antragszahlen für thermisch-energetische Sanierungen seit November 2022 über denen des Kesseltauschs. Trotz dieser Nachfrage bestehen eindeutige wirtschaftliche und ökologische Vorteile bei der Umstellung auf klima­freundliche Heizsysteme.

Thomas Mader, Geschäftsführer von Stiebel Eltron Österreich, hebt die Effektivität des umweltfreundlichen Heizungstauschs hervor. Eine Umfrage namens „Energie-Trendmonitor Österreich 2026“ zeigt, dass 75% der Österreicher Umweltschutz für wichtig erachten, jedoch über 50% nicht wissen, welche Maßnahmen im Heizungskeller den größten Umweltnutzen haben. Der Wechsel von fossilen Brennstoffen zu Wärmepumpen trägt signifikant zur Reduzierung der CO2-Emissionen in privaten Haushalten bei.

Kesseltausch als Schwerpunkt der Sanierungsoffensive

Die Neuauflage der Sanierungsoffensive ist seit Ende November 2025 in Kraft. Ab dem 2. Februar 2026 sind neue Registrierungen und Förderanträge nur mehr für den Kesseltausch möglich. Rund zwei Drittel des Antragsvolumens entfallen hierbei auf den Sanierungsbonus, während ein Drittel dem Kesseltausch zugeschrieben wird. Für die Jahre 2026 bis 2030 stehen jährlich 360 Millionen Euro zur Verfügung, was insgesamt 1,8 Milliarden Euro ergibt. Diese Mittel sollen dazu beitragen, die fossilen Wärmeerzeugungssysteme umzustellen und damit die Klimaziele zu erreichen, wie oesterreich.gv.at feststellt.

Die Sanierungsoffensive gilt für Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser, Reihenhäuser sowie mehrgeschossige Wohnbauten. Anträge können bis Ende 2026 eingebracht werden, solange noch Budgetmittel verfügbar sind. Die geförderten Maßnahmen ermöglichen den Austausch fossiler Heizsysteme gegen klimafreundliche Alternativen wie Wärmepumpen oder Holzheizungen.

Fördermöglichkeiten und Energiesparen

Die Informationen zu Fördermöglichkeiten sind auf der Website von Stiebel Eltron erhältlich. Auch in Deutschland gibt es vielfältige Förderprogramme für energetische Sanierungen und zugehörige Maßnahmen, die ähnlich strukturiert sind. Verschiedene Unterstützungsarten, wie Zuschüsse für energieneutrale Haushaltsgeräte und Solarthermie-Anlagen, haben das Ziel, die Emissionen zu reduzieren und so einen Beitrag zu klimaneutralen Kommunen zu leisten. Laut klimaschutz-kommune.de ist der Anteil der Privathaushalte am CO2-Ausstoß in Deutschland derzeit etwa 12%.

Bei der Antragstellung für Fördermittel wird häufig empfohlen, sich von Fachunternehmen oder Energieeffizienz-Experten beraten zu lassen. Die Prüfung der Anträge, die Gewährung der Mittel und die abschließende Dokumentation nach Abschluss der Maßnahmen sind notwendige Schritte, um den Nutzen der Förderungen zu sichern. In vielen Fällen müssen die Fördermittel bereits vor der Durchführung der Maßnahmen beantragt werden.