Die Kelag verkündet ab April 2026 die Einführung eines neuen Stromtarifs, den „Kelag Strom Bonus“. Dieser Tarif bietet im ersten Vertragsjahr einen Preis von 9,90 Cent pro kWh (exkl. USt) und 11,88 Cent inkl. USt. Ab dem zweiten Jahr steigt der Preis auf 12,38 Cent pro kWh (exkl. USt). Um diesen Tarif zu nutzen, müssen Verbraucher einen Stromliefervertrag mit einer Preisgarantie von zwölf Monaten abschließen. Kelag verfolgt mit diesem Angebot das Ziel, Haushalte von der wachsenden Produktion erneuerbarer Energie profitieren zu lassen. Der Anbieter setzt dabei verstärkt auf heimische Energiequellen wie Wasserkraft, Windkraft und Photovoltaik, um nachhaltig zur Energiewende beizutragen.

Als Teil der neuen Strategie plant Kelag, von April 2024 an zeitlich begrenzte Entlastungen bei den Netzentgelten zu ermöglichen. Zwischen dem 1. April und dem 30. September wird das Netznutzungsentgelt täglich von 10 bis 16 Uhr um 20 % gesenkt, wobei die Nutzungsbedingungen ein aktives Smart Meter und die Zustimmung zur Viertelstundenablesung beinhalten.

Smart Meter und dynamische Tarife

Smart Meter spielen eine entscheidende Rolle in der neuen Tarifstruktur. Diese digitalen Stromzähler erlauben eine detaillierte Erfassung des Stromverbrauchs. Bereits rund 100.000 Kunden verwenden die Möglichkeit, ihren Verbrauch auf Basis von Viertelstundenwerten auszuwerten. Ab 2025 wird der Einbau von Smart Metern in Deutschland für Haushalte mit einem Verbrauch von mehr als 6000 kWh pro Jahr zur Pflicht. Zudem sind Smart Meter für alle Verbraucher mit stromerzeugenden oder steuerbaren Anlagen zwingend erforderlich. Ziel ist es, die Stromnutzung flexibel an die Marktpreise anzupassen und Einsparungen zu erzielen.

Kelag wird auch dynamische Tarife einführen. Der Tarif „Kelag Strom Pro“ orientiert sich am stündlichen Strommarkt und bietet besonders günstige Preise häufig zur Mittagszeit, wenn viel Solarstrom zur Verfügung steht. Diese Tarife sind besonders vorteilhaft für Haushalte mit einem E-Auto, einer Wärmepumpe oder steuerbaren Geräten. Im vergangenen Jahr waren Preisniveaus von rund 10 Cent pro kWh möglich.

Integration erneuerbarer Energien

Die Nutzung von Smart Metern in Kombination mit dynamischen Stromtarifen ist entscheidend für die Flexibilität im Stromnetz und die Integration erneuerbarer Energien. Ab dem 1. Jänner 2025 müssen alle Energieanbieter in Deutschland dynamische Tarife anbieten. Diese ermöglichen es den Verbrauchern, ihren Stromverbrauch an die wechselnden Strompreise über den Tag hinweg anzupassen und somit Geld zu sparen. Trotzdem zeigen Studien, dass Smart Meter nur begrenzte Einsparungen im Stromverbrauch verursachen, und um die Betriebskosten eines Smart Meters zu rechtfertigen, muss der Nutzer ungefähr 40 kWh einsparen.

Für weitere Informationen bieten Energieberatungen, wie das Online-Seminar mit der Energieberaterin Anke Rienäcker, Unterstützung zur Nutzung von Smart-Meter-Systemen und variablen Stromtarifen an. Die Teilnehmer können anonym teilnehmen, indem sie sich mit einem Nickname und einer E-Mail-Adresse anmelden.

Für weitere Details zum neuen Tarif von Kelag lesen Sie Klick Kärnten. Zusätzliche Informationen über Smart Meter und deren Implementierung finden Sie auf Capital und Hinweise zur Nutzung dynamischer Tarife auf der Webseite der Verbraucherzentrale.