Die österreichische Skirennläuferin Katharina Gallhuber blickt optimistisch auf die kommende Saison. Die 28-Jährige, die am 16. Juni 1997 in Scheibbs geboren wurde, gewann 2018 Bronze im Slalom bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang und hat seither mit Rückschlägen, insbesondere verletzungsbedingten, zu kämpfen gehabt. Seit mehr als zwei Jahren konnte sie keinen Top-Ten-Platz mehr erreichen und hat in diesem Zeitraum auch ihre Form und ihr Selbstverständnis als Profi überdenken müssen. Dennoch äußert sie sich nach ihrer aktuellen Olympia-Nominierung positiv über ihren Fortschritt: „Ich fühle mich wieder im Aufwind“, so Gallhuber in einem aktuellen Interview mit der Krone.
Mit einer Körpergröße von 165 cm und einem Gewicht von 68 kg ist sie Mitglied des SC Göstling-Hochkar und aktiv im Weltcup. Ihr Trainer Klaus Mayrhofer hat für den Kombi-Slalom auf der Tofana eine spezielle Trainingskombination vorbereitet, die vielen Toren umfasst. Diese soll den Skifahrerinnen helfen, einfacher und ohne großen Denkaufwand zu carven. Gallhuber beschreibt ihren letzten Kombi-Slalom als „passabel“ und hebt an, dass sie „sehr schnelle Abschnitte“ hatte. Sie möchte aus der Außenseiterrolle heraus überraschen, was ihren Willen und ihre positive Einstellung zeigt.
Wettkampf und Verletzungsrisiken
Trotz ihrer Ambitionen und ihrer positiven Einstellung ist die Ski-Welt weiterhin durch hohe Verletzungsrisiken geprägt. Dies belegen jüngste Vorfälle und die aktuelle Debatte um Sicherheitsstandards im Skisport. Athletinnen wie Nina Ortlieb haben schwere Verletzungen erlitten, die ihre Karrieren gefährdet hätten. Ortlieb ist, trotz zahlreicher gesundheitlicher Rückschläge, eine erfolgreiche Athletin, die kürzlich im Weltcup in St. Moritz zurückgekehrt ist. Die Sicherheit bleibt nach einem Jahr, in dem mehrere verletzungsbedingte Zwischenfälle die Nachrichten dominierten, ein zentrales Thema, wie die Sportschau feststellt.
Um den steigenden Risiken entgegenzuwirken, hat der Internationale Skiverband (FIS) neue Regeln eingeführt. Dazu zählen das Tragen von Airbags in Speed-Disziplinen und ein Verbot von Carbon-Schienbeineinlagen. Gleichzeitig fordert Ortlieb bessere Sicherheitsbedingungen im Training. Sie bemängelt, dass die Trainingspisten stark von den Wettkampfpisten abweichen und plädiert für abgesperrte Trainingsstrecken für Profis. Diese Maßnahmen könnten nicht nur für sie, sondern auch für Athleten wie Gallhuber auf lange Sicht von entscheidender Bedeutung sein.
Die nach wie vor thematisierte Sicherheit im Skisport ist eine Daueraufgabe. Während Athleten wie Gallhuber und Ortlieb für Verbesserungen kämpfen, bleibt das Risiko immer präsent. Die Herausforderung, den Sport sicherer zu gestalten, geht Hand in Hand mit der Sehnsucht der Athleten, ihre Leistungen zu zeigen und das Beste aus ihrem Talent herauszuholen. Gallhuber, die seit ihrem Debüt im Weltcup im Jahr 2015 zahlreiche Erfolge, darunter eine Silbermedaille im Mannschaftswettbewerb bei den Olympischen Spielen 2018 sowie mehrere Erfolge im Europacup, gefeiert hat, muss weiterhin an ihrer Fitness und ihrem Selbstbewusstsein arbeiten, um ihr volles Potenzial wieder auszuschöpfen.