Am Ostersonntag, den 5. April 2026, ereignete sich am Büdelsdorfer Yacht Club ein dramatischer Vorfall, als ein Katamaran zu sinken drohte. Die Feuerwehr Büdelsdorf wurde um 14:42 Uhr mit dem Einsatzstichwort „Technische Hilfeleistung – Wasser“ alarmiert. Vor Ort stellte sich heraus, dass das Boot aufgrund starker Winde eine deutliche Schlagseite zur Backbordseite zeigte. Zu diesem Zeitpunkt war der Eigner des Katamarans nicht anwesend.
Der Katamaran befand sich im Umbau, was mehrere Öffnungen im Rumpf zur Folge hatte. Diese blieben nicht ohne Folgen: Vermutet wird, dass das eindringende Wasser direkt durch die Rumpföffnungen in das Innere des Schiffs gelangte. Die Feuerwehr Büdelsdorf erhielt Unterstützung von der Feuerwehr Borgstedt, dem Löschzug Gefahrgut und dem Technischen Hilfswerk (THW), das mehrere Boote zur Einsatzstelle brachte.
Umweltschutzmaßnahmen und Technische Hilfe
Um eine mögliche Umweltgefährdung durch Treibstoff oder andere Schadstoffe zu verhindern, wurden vorsorglich Ölsperren um den Katamaran ausgelegt. Zudem kam eine Unterwasserdrohne zum Einsatz, um die Schäden am Rumpf genauer zu untersuchen. Die Bedingungen waren jedoch herausfordernd, da sowohl Wind als auch Strömung die Sicht und die Durchführung der Arbeiten erschwerten.
Divers des THW entdeckten mehrere Öffnungen im Rumpf des Katamarans, und es wurde in Abstimmung der Führungskräfte aller beteiligten Organisationen ein gemeinsames Vorgehen festgelegt. Um die Stabilität des Bootes zu gewährleisten, sicherten die Taucher den Katamaran mit Leinen. Während der gesamten Schadensbeseitigung wurde eine weitere Ölsperre auf der gegenüberliegenden Seite des Steges installiert.
Einsatzkräfte und Abschluss des Vorfalls
Rund 90 Einsatzkräfte waren in den Einsatz involviert. Das Deutsche Rote Kreuz Rendsburg stellte während der ganzen Zeit die sanitätsdienstliche Absicherung sicher und versorgte die Helfer mit Verpflegung. Der Einsatz konnte gegen 22:00 Uhr erfolgreich beendet werden, ohne dass es zu Verletzten kam. Angaben zur Schadenshöhe konnten leider nicht gemacht werden.
Die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) wird in den kommenden Tagen die Situation genau analysieren. Diese Behörde untersucht Seeunfälle, die unter deutscher Flagge geschehen, um die Umstände, Ursachen und Faktoren zu ermitteln, die zu solchen Vorfällen führen. Ziel ist es, das Leben zu schützen und zukünftige Unfälle zu verhindern. Die BSU agiert unabhängig und befasst sich nicht mit Fragen zu Schuld oder Verantwortung.
Für weitere Informationen und zur Einsicht in die genauen Abläufe des Vorfalls, verweisen wir auf die Berichterstattung von Fireworld sowie die Regularien der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung.