Daniela Rehm, General Manager von Vorwerk Österreich, hat sich in einem aktuellen Interview über ihren beeindruckenden Karriereweg und die Herausforderungen der Gleichstellung im Berufsleben geäußert. Mit 25 Jahren Erfahrung in den Bereichen Marketing, Customer Service und Management hat Rehm internationale Diplom- und MBA-Studien erfolgreich abgeschlossen. Seit April 2023 leitet sie Vorwerk Österreich, ein Unternehmen, das in Europa führend im Direktvertrieb ist, unter anderem mit den beliebten Produkten Thermomix und Kobold. Dabei hebt Rehm die Bedeutung von Vertrauen, Menschen und einem klaren Wertekompass hervor, um im Geschäftsfeld erfolgreich zu sein. Leadersnet berichtet, dass die Pandemie und der Online-Handel in den letzten Jahren strategisches Feingefühl und Empathie erforderlich gemacht haben.
Vorwerk setzt auf Chancengleichheit, Diversität und Inklusion. Der Fokus liegt seit 2023 auf individuellen Entwicklungsmöglichkeiten sowie transparenten Wachstumswegen. Rehm weist darauf hin, dass Führungskräfte gezielt weiterentwickelt werden, um Chancengeber zu sein. Dies geschieht in einem Unternehmen, das einen hohen Frauenanteil hat und Frauen finanzielle Unabhängigkeit sowie flexible Karrierewege im Direktvertrieb bietet. Gleichzeitig äußert Rehm den Wunsch nach faireren Entscheidungen und transparenteren Kriterien in Bezug auf Gleichstellung.
Herausforderungen der Gleichstellung
Der Gender Pay Gap bleibt ein zentrales Thema in der Diskussion um Gleichstellung in der Arbeitswelt. Aktuelle Daten zeigen, dass der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2025 bei 16% liegt, was bedeutet, dass Frauen 16% weniger pro Stunde verdienen als Männer. Diese Differenz ist nicht nur eine momentane Erscheinung, sondern hat vielfältige Ursachen. Das Statistische Bundesamt informiert, dass Frauen im Durchschnitt 18% weniger Stunden pro Woche arbeiten als ihre männlichen Kollegen, was ebenfalls zu den Einkommensunterschieden beiträgt. Der Gender Gap auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich deutlich mit einer aktuellen Erwerbstätigenquote von 74% bei Frauen und 81% bei Männern.
Die Daten zur Entwicklung des Gender Pay Gaps verdeutlichen, dass dieser je nach Anforderungsniveau variiert. So beträgt der Gap bei hohem Anforderungsniveau 20,9%, während er bei niederen Ebenen nur 9,9% ausmacht. Aus Forschungsergebnissen wird deutlich, dass Barrieren existieren, die Frauen von Führungspositionen abhalten, ein Phänomen, das oft als „gläserne Decke“ beschrieben wird. Die Bundesstiftung Gleichstellung berichtet, dass politische Lösungen in diesem Bereich gezielt auf die unterschiedlichen Mechanismen eingehen müssen.
Tipps für Frauen im Berufsleben
Rehm ermutigt Frauen dazu, klare Ziele zu setzen und aktiv Sponsor:innen zu suchen, um Networking zu betreiben und selbstbewusst zu verhandeln. Diese Strategien könnten wichtige Schritte sein, um den Gender Pay Gap zu schließen und die Gleichstellung in der Arbeitswelt zu fördern, was angesichts der negativen Tendenzen in den letzten Jahren von großer Bedeutung ist. Eine stärkere Sichtbarkeit vielfältiger Vorbilder, insbesondere für Frauen, ist ein weiterer Aspekt, den Vorwerk aktiv unterstützt, um einen prägnanten Beitrag zur gesellschaftlichen Gleichstellung zu leisten.