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Tief besorgt über die politische Entwicklung in den USA äußerte sich Kardinal Christoph Schönborn in seiner Kolumne in der Tageszeitung "Heute". Er kritisierte die neue US-Regierung unter Donald Trump scharf und bezeichnete die derzeitigen Geschehnisse als „brandgefährlich“. Schönborn stellte fest, dass Willkür und Misstrauen, anstelle von Rechtsstaatlichkeit und Vertrauen, die gegenwärtige Lage prägen. Er warnte, dass Verträge, die für ein funktionierendes Miteinander unerlässlich seien, zunehmend ignoriert werden. "Die Diktaturen nehmen zu und die Willkür der Herrschenden", mahnte der Kardinal weiter und betonte, dass vor allem die Schwächeren unter diesen Entwicklungen leiden.KAP berichtete über Schönborns eindringliche Warnungen.
Inmitten dieser kritischen Einschätzungen erfreut sich Schönborn dennoch eines hohen Vertrauens in der österreichischen Bevölkerung. Laut einer Umfrage des Linzer Marktforschungsinstituts "market" haben 15 Prozent der 1.000 Befragten ein hohes Vertrauen in den Wiener Erzbischof und weitere 34 Prozent bringen ihm etwas Vertrauen entgegen. Insgesamt ergibt sich ein positiver Vertrauensindex von 18 Prozent für Schönborn. Er liegt damit unter den vertrauenswürdigsten Persönlichkeiten Österreichs, hinter Rechnungshofpräsidentin Margit Kraker und den Landeshauptleuten. Interessanterweise steigt das Vertrauen in den Kardinal mit dem Alter der Befragten, während jüngere Menschen ihm weniger bekannt sind.Katholisch.de berichtete über die Umfrageergebnisse.
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