Kurt Oberlerchner, 27 Jahre alt und aus der Marktgemeinde Seeboden, hat bei den Österreichischen Paraskimeisterschaften in Hinterstoder einen beeindruckenden Sieg errungen. Er holte die Goldmedaille im Super-G und setzte sich dabei gegen ein Starterfeld von rund 40 Athleten durch. Oberlerchner, der seit einem schweren Unfall im Jahr 2022 auf einen Rollstuhl angewiesen ist, zeigt durch seinen sportlichen Erfolg, dass er trotz großer Herausforderungen seinen Weg gefunden hat.

Seine Reise in den Monoski-Sport begann während einer Reha in Tobelbad, wo er seine Leidenschaft für den alpinen Schneesport entdeckte. Er nahm an einem Monoski-Kurs am Hauser Kaibling teil und überwand schon nach einer Woche das Training auf der schwarzen Piste. Seit Anfang 2024 trainiert Oberlerchner regelmäßig mit seinem eigenen Sportgerät am Goldeck und arbeitet intensiv an seinen Fähigkeiten, unterstützt von Trainer Manfred Auer und einem spezialisierten Betreuerteam.

Sportliche Ambitionen und Unterstützer

Der Gewinn des Super-G-Titels ist nicht nur ein persönlicher Triumph für Oberlerchner, sondern auch ein bedeutender Meilenstein in seiner sportlichen Karriere. Im Oktober 2025 wurde er in die Nachwuchsförderung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) aufgenommen, was ihm die Möglichkeit gibt, FIS-Punkte zu sammeln und sich für zukünftige Wettkämpfe zu qualifizieren. Sein Ziel ist die FIS-Qualifikation sowie der Aufstieg in den C-Kader, um an Weltcuprennen teilzunehmen.

Langfristig plant Oberlerchner, an den Paralympics 2030 teilzunehmen. Die Marktgemeinde Seeboden ist stolz auf seinen Erfolg, und Bürgermeister Thomas Schäfauer sowie Sportreferent Horst Zwischenberger gratulierten ihm persönlich und betonten die Unterstützung, die er von seiner Gemeinde erhält.

Über Para Ski Alpin

Die Leistungen von Kurt Oberlerchner sind Teil des umfassenden Angebots des Para Ski alpin, das seit den Paralympischen Winterspielen 1976 in Örnsköldsvik, Schweden, eine wichtige Rolle spielt. Dieser alpine Schneesport ist Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zugänglich, darunter Amputationen, funktionale Einschränkungen und Sehbehinderungen. Athlet*innen, die im Rollstuhl sitzen, treten in Mono- oder Bi-Ski an, während Sportler*innen mit Sehbehinderung von einem Guide unterstützt werden, der ihnen Kommandos gibt.

Die Disziplinen bei den Paralympics umfassen Abfahrt, Super-G, Super-Kombination, Slalom und Riesenslalom, wobei die Regeln weitgehend den Vorgaben der FIS entsprechen, jedoch einige Abweichungen aufweisen. Dazu gehört beispielsweise die Verwendung breiterer Abfahrtspisten. Um eine faire Bewertung der Leistungen zu ermöglichen, wird ein Handicap-System angewendet, das die Athlet*innen in drei Kategorien einteilt: stehend, sitzend oder sehbehindert.

Oberlerchners Erfolg im Super-G ist ein inspirierendes Beispiel für den Ehrgeiz und die Leistungsfähigkeit von Athleten im Para Ski alpin. Weitere Informationen zu diesem Sport und den anstehenden Wettkämpfen sind auf den Seiten des Deutschen Behindertensportverbandes und auf Team Deutschland Paralympics verfügbar.