Am 3. Jänner 2026 ereignete sich gegen 11 Uhr ein ungewöhnlicher Vorfall auf dem Tankstellengelände in Villach. Ein 67-jähriger Fahrer wollte mit seinem Fahrzeug aus einer Waschbox fahren, als es zu einem unerwarteten Rückwärtsunfall kam. Der Wagen rollte stark rückwärts und kollidierte mit einer Tankpreis-Säule, wobei alle Airbags des Fahrzeugs ausgelöst wurden. Die Beifahrerin des Fahrers, seine Lebensgefährtin, wurde infolge des Aufpralls verletzt und musste ins LKH Villach gebracht werden.
Die genaue Ursache für das Missgeschick ist bislang unbekannt. Der Fahrer äußerte die Vermutung, dass möglicherweise die Fußmatte das Gaspedal unabsichtlich gedrückt haben könnte. Darüber hinaus berichtete er, dass die Bremsen des Fahrzeugs nicht reagierten, was in solchen Situationen potenziell zu schwerwiegenden Folgen führen kann.
Rechtliche Aspekte von Rückwärtsunfällen
Unfälle beim Rückwärtsfahren sind leider keine Seltenheit und kommen oft an Orten wie Parkplätzen oder bei Wendemanövern vor. Laut den rechtlichen Richtlinien haben rückwärtsfahrende Fahrzeuge eine erhöhte Sorgfaltspflicht, die im § 9 Abs. 5 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt ist. Fahrer müssen stets sicherstellen, dass sie rechtzeitig anhalten können und keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährden. Bei Kollisionen, wie sie in Villach stattfanden, spricht oft der Anscheinsbeweis für ein Verschulden des rückwärts fahrenden Fahrzeugs.
In den meisten Fällen trägt der rückwärtsfahrende Fahrer die volle Verantwortung, es sei denn, das andere beteiligte Fahrzeug hat gegen Verkehrsregeln verstoßen oder die Kollision mitverursacht. Die Gerichte wägen die spezifischen Umstände des Einzelfalls ab, einschließlich der Frage, ob der Fahrer angemessene Maßnahmen zur Vermeidung des Unfalls getroffen hat.
Statistische Hintergründe zu Verkehrsunfällen
Die Straßenverkehrsunfallstatistik liefert umfassende Daten zur Verkehrssicherheitslage und ist entscheidend für die Gesetzgebung sowie Verkehrserziehung. Sie bietet Erkenntnisse über die Strukturen des Unfallgeschehens und die Wechselwirkungen zwischen unfallbestimmenden Faktoren. Insbesondere Erhebungen zu Unfällen, beteiligten Fahrzeugen und Unfallursachen sind von großer Bedeutung für die Entwicklung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit.
Auf Basis dieser Statistiken können staatliche Verkehrspolitiken entwickelt werden, die in Infrastruktur- und Verkehrssicherheitspolitik münden. Ziel ist es, die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen und die Zahl der Unfälle zu minimieren.
Für weitere Informationen zu dem Vorfall in Villach lesen Sie die vollständige Polizeimeldung bei klick-kaernten. Detaillierte rechtliche Informationen zu Unfällen beim Rückwärtsfahren können Sie in den Ausführungen der Kanzlei Heskamp nachlesen. Für umfassende statistische Daten zu Verkehrsunfällen besuchen Sie Destatis.