Kärnten

Skorbut in alpiner Region: Neue Studie entdeckt Vitamin-C-Mangel in Kärnten

Geheimnisvolle Krankheit in den Bergen: Neue Erkenntnisse über Skorbut in Kärnten

Zwischen dem Meer und dem Kärntner Jauntal liegt eine beträchtliche Entfernung, die es schwer macht zu glauben, dass Skorbut, eine durch Vitamin-C-Mangel auf hoher See verursachte Krankheit, auch in der Region zwischen Gallizien und Neuhaus verbreitet war. Eine Studie von Bioarchäologin Magdalena Srienc-Ściesiek und ihrem Team ergab, dass Skorbut in dieser alpinen Region besonders häufig rund um die Geburt, bei Säuglingen und Kleinkindern auftrat. Die Forscher untersuchten 86 Skelette aus drei frühmittelalterlichen Siedlungen im Jauntal.

Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die Menschen in dieser Region im Frühmittelalter mit den Auswirkungen von Skorbut zu kämpfen hatten. Insbesondere bei Neugeborenen und Kleinkindern war die Krankheit weit verbreitet. Diese Erkenntnisse bieten einen seltenen Einblick in die Gesundheit und Ernährungsgewohnheiten der in dieser Zeit lebenden Bevölkerung in Kärnten.

Skorbut, verursacht durch einen Mangel an Vitamin C, war vor allem auf See eine häufige Erkrankung, aber die Forschung zeigt, dass sie auch in abgelegenen alpinen Regionen wie dem Jauntal vorkam. Die Studie wirft ein Licht darauf, wie sich Krankheiten im Laufe der Geschichte verbreiten konnten und welche Auswirkungen sie auf verschiedene Bevölkerungsgruppen hatten.

Die Untersuchung von 86 Skeletten aus frühmittelalterlichen Siedlungen im Jauntal liefert wichtige Erkenntnisse über die Verbreitung und Auswirkungen von Skorbut in dieser Region. Diese Forschungsergebnisse tragen dazu bei, unser Verständnis von Gesundheit und Ernährung im Frühmittelalter zu vertiefen und zeigen, wie sich Krankheiten in unterschiedlichen Umgebungen manifestieren können.

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