Silvester-Alarm: Tierärzte warnen vor Feuerwerk – Tiere in Gefahr!

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Eine Appell an die Kärntner: Verzicht auf Silvesterknallerei für den Schutz von Tieren und Umwelt. Informieren Sie sich jetzt!

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Silvester-Alarm: Tierärzte warnen vor Feuerwerk – Tiere in Gefahr!

Die Silvesternacht, vor der viele Menschen den Jahreswechsel feierlich begehen, stellt für Tiere eine erhebliche Belastung dar. Laute Explosionen und grelle Lichtblitze führen dazu, dass vor allem Haustiere sowie Wildtiere in Angst und Panik versetzt werden. Dies berichtete der Präsident der Tierärztekammer Kärnten, Franz Schantl, in einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung, auf den Gebrauch von Raketen und Knallkörpern zu verzichten. Die Auswirkungen sind gravierend: Tiere reagieren oft mit Flucht, Zittern und sogar Herzrasen, was nicht nur zu Verletzungen führen kann, sondern auch ihre Überlebenschancen im Winter gefährdet.

Ein zentraler Punkt der Diskussion ist, dass diese Feiern oft über Stunden hinweg andauern. Viele Tiere sind den lauten Geräuschen schutzlos ausgeliefert. Insbesondere Wildtiere, die im Winter mit einem ohnehin geringen Energiehaushalt zu kämpfen haben, verlieren durch panische Flucht wertvolle Ressourcen, die sie zum Überleben benötigen. Landwirtschaftliche Flächen sind ebenfalls betroffen, da Reste von Feuerwerkskörpern die Böden und Futtermittel verunreinigen, wie die Landwirtschaftskammer Kärnten erklärt.

Die Belastungen für Tiere

Immer mehr Hunde, Katzen und Wildtiere leiden unter den negativen Effekten von Feuerwerken. Laut einer Studie des WWF haben viele Tiere Schwierigkeiten, das Geräusch von Feuerwerkskörpern einzuordnen, da diese extrem laut und unvorhersehbar sind. In der Folge schalten viele Tiere in den Fluchtmodus, was sie gefährdet, auf die Straße zu laufen und möglicherweise Unfälle zu verursachen.

Die physiologischen Stressreaktionen bei Wildtieren sind ebenfalls alarmierend. Beispielsweise kann die Herzfrequenz von Gänsegeiern, die dem Geräusch von Feuerwerkskörpern ausgesetzt sind, von 50 auf 170 Schläge pro Minute ansteigen. Zudem sind Feuerwerke während der Brutzeit von Vögeln besonders schädlich, da Jungvögel durch die Lärmbelastung das Nest verlassen oder sogar stürzen können.

Umwelt- und Gesundheitsaspekte

Nicht nur die Tiere leiden. Feuerwerke belasten auch die Umwelt. An Silvester steigen die Feinstaubwerte auf die höchsten Werte des Jahres. Diese Schadstoffe gelangen über die Atemluft in den menschlichen Körper. Auch die von Feuerwerkskörpern freigesetzten Metallverbindungen stellen eine Gesundheitsgefährdung dar. Rückstände von Feuerwerkshüllen, die nicht ordnungsgemäß entsorgt werden, bleiben in der Umwelt und können für Tiere gefährlich sein.

Die Organisation VIER PFOTEN hebt hervor, dass Feuerwerk sowohl körperlich als auch seelisch eine große Belastung für Tiere darstellt. Ihr Blickwinkel fokussiert auf den Tierschutz zeigt, dass die vielfach vorgebrachten Argumente für eine Fortführung privater Feuerwerke oftmals auf selektiven Punkten basieren und umstritten sind. Daher appellieren Tierschutzorganisationen eindringlich dazu, den Jahreswechsel statt mit Raketen und Knallkörpern nur mit dem Knallen von Sektkorken zu feiern.

Ein bewusster Verzicht auf Feuerwerk ist somit nicht nur ein Zeichen des Mitgefühls für Tiere, sondern schont zudem die Umwelt und die eigene Geldbörse. Ein wirklich friedlicher Jahreswechsel könnte also nicht nur den Menschen Freude bringen, sondern auch den tierischen Mitbewohnern ein unbeschwertes Leben ermöglichen.