Siemens steht vor einem bedeutenden Umzug: Ab Sommer 2026 wird das Unternehmen seine neue Firmenzentrale im Lakeside Science & Technology Park in Klagenfurt beziehen. Die offizielle Schlüsselübergabe für das neue Gebäude B14 fand heute statt. Mit der neuen Zentrale, die über rund 800 Quadratmeter Bürofläche verfügt, wird Siemens mehr als 100 Mitarbeiter unterbringen.
Der Umzug von Siemens Kärnten aus dem bisherigen Standort im Werner-von-Siemens-Park ist ein wichtiger Schritt für das Unternehmen. Der alte Standort war lediglich angemietet, und die Verantwortung für die Nachmietregelung liegt nicht bei Siemens. Informationen zur zukünftigen Nutzung des ehemaligen Standorts wurden bisher nicht veröffentlicht. Die Entscheidung, nach Lakeside zu ziehen, wird als wesentliche Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens angesehen, da der neue Standort optimale Bedingungen für innovative Arbeitskonzepte bietet.
Innovation und Zusammenarbeit im Lakeside Park
Gaby Schaunig, die Landeshauptmann-Stellvertreterin, hebt die Ansiedlung von Siemens im Lakeside Park als positives Signal für den Innovationsstandort Kärnten hervor. Der Lakeside Park fördert aktiv die Kooperationen zwischen Wirtschaft, Forschung und Universitäten, was das Umfeld für Unternehmen wie Siemens besonders attraktiv macht. Die Nähe zur Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und zu Start-ups ist ein zusätzlicher Vorteil, der bereits erste Gespräche über Forschungskooperationen zwischen Siemens und der Universität hervorgebracht hat.
Der Ausbau des Lakeside Parks, der insgesamt rund 3.200 Quadratmeter Büro-, Forschungs-, Service- und Gastronomieflächen umfasst, zeigt die Ambitionen des Standorts, sich als zentraler Innovationsknotenpunkt im Süden Österreichs zu positionieren. Herbert Tanner, der Niederlassungsleiter von Siemens, äußert sich zuversichtlich über die Erfüllung der Erwartungen an eine moderne Arbeitsumgebung, die den Anforderungen an eine nachhaltige und energieeffiziente Büroinfrastruktur entspricht.
Digitalisierung als Schlüsselfaktor
Siemens Kärnten fokussiert sich insbesondere auf Themen wie Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Diese Strategie ist in Übereinstimmung mit den übergreifenden Trends in der österreichischen Wirtschaft, die sich derzeit durch eine umfassende Transformation auszeichnet, wie Wirtschaftswissen berichtet. Die digitale Transformation gilt als entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit und das nachhaltige Wirtschaftswachstum, insbesondere in Anbetracht der wachsenden Bedeutung von Cloud-Technologien und Industrie 4.0.
Siemens sieht sich als zentralen Punkt für die digitale Transformation in der Kärntner Wirtschaft und plant eine intensivere Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen und der Universität. Dies könnte dazu beitragen, nachhaltige und digitale Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen der zukünftigen Arbeitswelt gerecht werden. Wie klar wird, ist die Ansiedlung im Lakeside Park nicht nur ein Unternehmenswechsel, sondern ein strategischer Schritt in eine innovative Zukunft.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Umzug von Siemens Kärnten in den Lakeside Park eine bedeutende Entwicklung für das Unternehmen und den gesamten Wirtschaftsstandort Kärnten darstellt. Es wird erwartet, dass der neue Standort nicht nur die interne Effizienz erhöht, sondern auch neue Forschungs- und Innovationsimpulse setzt, die Kärnten als Technologiestandort weiter stärken werden.