Das Rote Kreuz Kärnten hat den tragischen Verlust von zwei geschätzten Kolleginnen bekanntgegeben. Johanna Egger und Christiane Madritsch waren beide außergewöhnliche Frauen, die sich über Jahre hinweg für das Wohl anderer eingesetzt haben. Ihre plötzliche Abkehr von dieser Welt hinterlässt eine große Lücke in den Reihen der Helfer und in den Herzen der Menschen, die sie begleiteten.
Johanna Egger war über viele Jahre in der Krisenintervention im Bezirk Spittal an der Drau tätig. Sie galt als eine ruhige und einfühlsame Stütze, die Menschen in schwierigen Momenten begleitete. Christiane Madritsch, nur 25 Jahre alt, war als engagierte Rettungssanitäterin im Bezirk Hermagor aktiv. Sie hinterlässt zahlreiche positive Erinnerungen, vor allem wegen ihres Lächelns und ihrer lebensfrohen Art, die viele berührte. Madritsch starb am 10. Februar 2026 bei einem schrecklichen Geisterfahrer-Unfall auf der A10 Tauernautobahn.
Der tragische Unfall
Christiane Madritsch befand sich am 10. Februar nach ihrem Dienst als Radiologietechnikerin im Krankenhaus Spittal auf dem Heimweg, als ein 52-jähriger Mann, der als Geisterfahrer unterwegs war, mit überhöhter Geschwindigkeit eine Frontal-Kollision verursachte. Beide Fahrer wurden in ihren Fahrzeugen eingeklemmt; trotz sofort eingeleiteter Rettungsmaßnahmen erlag Madritsch noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Der Geisterfahrer starb ebenfalls am Unfallort. Das Rote Kreuz denkt in diesen schweren Zeiten an die Familien, Angehörigen und Freunde der Verstorbenen sowie an deren Kolleginnen und Kollegen.
Die Trauer um Christiane Madritsch ist tief. Sie begann ihre Ausbildung beim Roten Kreuz im Juli 2019 und war schnell eine engagierte Zugsführerin im Rettungsdienst. Ihr unermüdlicher Einsatz umfasste zahlreiche Ehrenamtliche Stunden, und sie engagierte sich auch in der Freiwilligen Feuerwehr, insbesondere in der Jugendarbeit. Ihre Liebe zur Natur, zu den Bergen und das Reisen machten sie zu einem lichtvollen Menschen, dessen positive Ausstrahlung nun schmerzlich vermisst wird.
Das Erbe der Verstorbenen
Das Rote Kreuz Kärnten würdigt den Einsatz und die Hingabe der Verstorbenen. Die Organisation erinnert an die gemeinsame Verpflichtung zur Menschlichkeit, die sowohl Johanna Egger als auch Christiane Madritsch verkörperten. Die Tragik ihres Verlustes bringt die Menschen zusammen und hebt die Bedeutung der Hilfeleistung hervor, die im Rahmen des Ehrenamtes geleistet wird.
Für interessierte Freiwillige zeigt die Organisation Johanniter, dass das Ehrenamt im Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz nicht nur in Krisensituationen von Bedeutung ist, sondern auch eine tragende Rolle im alltäglichen Leben spielt. Sie sucht engagierte Unterstützer für eine Vielzahl von Aufgaben, die vom Sanitätsdienst bei Großveranstaltungen bis hin zur psychosozialen Notfallversorgung reichen. Die Erfahrungen und der Einsatz von Menschen wie Christiane Madritsch sind das Herzstück dieser wertvollen Arbeit.
Die Trauerfeier für Christiane Madritsch findet am Freitag, dem 20. Februar, um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Stefan statt, die Urnenbeisetzung ist für einen späteren Zeitpunkt angesetzt. Anstelle von Kränzen bittet die Familie um Spenden für die Feuerwehr St. Stefan, eine durch Christiane sehr geschätzte Institution und das ideal passende Andenken an ihr Engagement.
Das Rote Kreuz und die Johanniter setzen sich gemeinsam für die Förderung von ehrenamtlichem Engagement ein, das in vielen Bereichen Hilfe leistet und Lebenskräfte mobilisiert. Diese tragischen Ereignisse verdeutlichen die Bedeutung solidarischer Unterstützung und den respektvollen Umgang mit jenen, die ihr Leben der Gemeinschaft widmen.
Für weitere Informationen: Klick Kärnten, Kleine Zeitung, Johanniter.