In jüngster Zeit warnt die Polizei Kärnten vor einem Anstieg von Betrugsanrufen, insbesondere in Form von Kautionsbetrug. Die Täter, die sich als Polizisten, Staatsanwälte oder andere Behördenvertreter ausgeben, versuchen, über emotionale Ansprachen Vertrauen zu gewinnen. Sie behaupten häufig, dass ein Angehöriger, in vielen Fällen eine Tochter oder ein Sohn, einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe und nun in Haft sei. Um die sofortige Freilassung des vermeintlich inhaftierten Angehörigen zu sichern, wird eine hohe Kaution gefordert. Diese kann entweder in bar oder in Form von Wertgegenständen wie Schmuck oder Gold verlangt werden, wie gailtal-journal.at berichtet.
Die emotionalen Taktiken der Betrüger sind oftmals sehr ausgereift, wobei sie mit weinenden Stimmen und dramatischen Schilderungen arbeiten, um die Opfer in Angst und Schrecken zu versetzen. In den letzten Wochen gab es auch eine Zunahme von Anrufen von falschen Polizisten, die sich als Kriminalbeamte ausgeben. Diese Täter inszenieren eine Bedrohung, indem sie behaupten, dass Einbrüche in der Nachbarschaft geplant oder bereits geschehen seien. Auch hier werden die Opfer aufgefordert, Bargeld und Wertgegenstände zur „sicheren Verwahrung“ zu übergeben. Unbekannte Personen erscheinen anschließend an der Wohnadresse, um die Wertsachen abzuholen.
Sicherheitshinweise der Polizei
Die Polizei hat klaren Rat gegeben, wie man sich in solchen Situationen verhalten sollte. Es wird empfohlen, bei verdächtigen Anrufen sofort aufzulegen und direkt Angehörige zu kontaktieren, um die Informationen zu überprüfen. Bei Unsicherheiten sollte der Notruf 133 gewählt werden, um eine verlässliche Auskunft zu erhalten. Wichtig ist auch, niemals Bargeld oder Wertsachen an Fremde zu übergeben, selbst wenn diese sich als Polizisten ausgeben. Echte Polizeibeamte fordern niemals Geld oder Wertgegenstände am Telefon.
Zusätzlich warnt das Verbraucherschutzforum vor den perfiden Methoden, die in Salzburg von Betrügern eingesetzt werden. Diese Attacken folgen häufig dem gleichen Muster und zielen auf die emotionale Verwundbarkeit der Opfer ab, um finanzielle Vorteile zu erzielen, wie im Bericht des Verbraucherschutzforums beschrieben.
Betrugskriminalität in Deutschland
Im Rahmen umfassenderer Trends in der Betrugsbekämpfung ist zu vermerken, dass die Betrugskriminalität in Deutschland 2024 um 1,5 Prozent auf 743.472 Fälle zurückgegangen ist, wie das Bundeskriminalamt mitteilt. Dieser Rückgang stellt eine langfristige Entwicklung dar, da seit 2010 mehr als 224.000 Fälle oder 23,2 Prozent weniger registriert wurden. Dennoch wurden im Jahr 2024 weiterhin 513.518 Betrugsfälle aus dem Ausland verzeichnet, von denen ein erheblicher Teil auf Callcenter-Betrug zurückzuführen ist, häufig organisiert aus der Türkei oder Osteuropa.
Die gängigen Methoden, wie der „Enkeltrick“ und der „Schockanruf“, zeigen, dass sich Täter nach wie vor als Angehörige oder Amtspersonen ausgeben, um an Geld zu gelangen. In Anbetracht dieser Entwicklungen sehen sich die Polizei und andere Institutionen veranlasst, internationale Kooperationen zu verstärken und verstärkt Präventionsmaßnahmen zu ergreifen. Bürger wird geraten, bei schnellen Geldübergaben misstrauisch zu sein und keine Wertsachen an Unbekannte weiterzugeben, um sich wirksam vor Betrug zu schützen, wie im Bericht des BKA erwähnt.