Am 20. Jänner 2026 fand der Landeslehrlingswettbewerb der Zimmerer in der Fachberufsschule Spittal an der Drau statt. Insgesamt 23 Lehrlinge nahmen an diesem hochkarätigen Wettbewerb teil, bei dem die Teilnehmer ein komplexes Dachstuhlmodell mit diversen Neigungen anfertigen mussten. Zu den Arbeitsabläufen gehörten die Werkplanung, das exakte Anreißen und das passgenaue Zusammenfügen der Bauteile. Die Übersichtlichkeit und Genauigkeit der Planung, die Maßhaltigkeit der Ausführung sowie der Gesamteindruck des Modells waren die entscheidenden Kriterien für die Bewertung. Dabei konnten bereits kleine Abweichungen erhebliche Auswirkungen auf das Endergebnis haben.

Die Jury, bestehend aus erfahrenen Kärntner Holzbaumeistern, zeigte sich beeindruckt vom Niveau der präsentierten Arbeiten. Besonders hervorgehoben wurde die Qualität der Werkstücke durch den Landesinnungsmeister Fritz Klaura. Der Wettbewerb stellte nicht nur eine Herausforderung für die Lehrlinge dar, sondern bot auch einen Rahmen, um die Lehre in diesem Handwerksbereich attraktiver zu gestalten.

Die Besten des Wettbewerbs

In spannenden Wettkämpfen setzte sich Tobias Napetschnig von der Reiter – Lavanttaler Holzbau GmbH in Wolfsberg durch und belegte den ersten Platz. Er wird Kärnten beim anstehenden Bundeslehrlingswettbewerb vertreten, der im Rahmen der internationalen Holzmesse Anfang September in Kärnten stattfindet. Die Plätze zwei und drei gingen an Fabian Krammer-Plattner von der Franz Roth GmbH aus Liebenfels und Joel Feldner von der Holzbau Bretis GmbH aus Feldkirchen. Beide haben sich ebenfalls qualifiziert und dürfen prämierte Erfahrungen auf Bundesebene sammeln.

  • 1. Platz: Tobias Napetschnig, Reiter – Lavanttaler Holzbau GmbH, Wolfsberg
  • 2. Platz: Fabian Krammer-Plattner, Franz Roth GmbH, Liebenfels
  • 3. Platz: Joel Feldner, Holzbau Bretis GmbH, Feldkirchen

Praxisnahe Ausbildung im Fokus

Der Landeslehrlingswettbewerb ist Teil einer größeren Initiative, die darauf abzielt, die Zimmerer-Lehre interessanter und praxisorientierter zu gestalten. Zu den Maßnahmen gehört die Einführung der „Lehrlingswoche“, die stark von der erfolgreichen Vorarlberger Landesinnung inspiriert wurde. Ziel ist es, die Ausbildung durch praxisbezogene Projekte und Anpassungen der Lehrabschlussprüfungen erheblich zu verbessern. Diese Praxisnähe wird von Lehrherren, Kollegen im Lehrbetrieb und Berufsschullehrern durchwegs positiv aufgenommen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Wettbewerb nicht nur die individuellen Fähigkeiten der Lehrlinge fördert, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung und Attraktivität des Handwerks leistet. Mit dem Blick auf die bevorstehenden Bundeswettbewerbe dürfen die Teilnehmer dieser Veranstaltung mit Spannung erwarten, was die Zukunft für sie bereithält.