Am 13. Jänner 2026 wird in der Carinthischen Musikakademie (CMA) ein Konzertabend stattfinden, der die Zuhörer in eine musikalische Reise zum Hof von König Gustav III. entführen wird. Veranstaltungsort ist das Stift Ossiach, und das Konzert beginnt um 19:30 Uhr. Klick Kärnten berichtet, dass der Fokus des Abends auf dem Werk des deutsch-schwedischen Komponisten Joseph Martin Kraus liegen wird, welcher auch als „schwedischer Mozart“ bekannt ist.

Kraus, geboren am 20. Juni 1756 in Miltenberg und gestorben am 15. Dezember 1792 in Stockholm, war Kapellmeister am Hof von König Gustav III. und Direktor der Königlich Schwedischen Musikakademie. Seine musikalische Ausbildung begann früh, und er wurde von bedeutenden Persönlichkeiten wie Georg Joseph Pfister gefördert. Kraus’ kompositorisches Werk umfasst über 200 Nummern, darunter Opern, Symphonien und Kammermusik. Wikipedia hebt hervor, dass zu seinen letzten Arbeiten die Trauersinfonie und die Trauerkantate für den ermordeten König gehören.

Besonderes Wissen durch Experten

Ein Höhepunkt des Konzerts wird die Moderation von Prof. Dr. Bertil van Boer sein, einem anerkannten Experten für die Werke von Kraus. Er wird durch Leben und Schaffen des Komponisten führen und das Publikum mit interessanten Hintergrundinformationen versorgen. Das Konzert ist Teil einer umfassenden Kraus-Einspielung, die auf historischen Instrumenten präsentiert wird.

Das mitwirkende Ensemble, das Theresia Orchestra, ist ein internationales Jugendorchester, welches sich auf historische Aufführungspraxis spezialisiert hat. Junge Musikerinnen und Musiker aus über 40 Nationen werden zu hören sein. Historische Aufführungspraxis beschreibt den Einsatz von Originalinstrumenten und das Befolgen der musikalischen Konventionen vergangener Epochen. Lexolino erläutert, dass Ziel dieser Praxis ist, das authentische Klangerlebnis der Musik zu vermitteln.

Eintritt und Erwartungen

Die Teilnahme am Konzert ist kostenfrei, und die Veranstalter erwarten eine Darbietung, die sowohl Spielfreude als auch ein präzises Klangbild auf den historischen Instrumenten vereint. Dieses Engagement für die kulturelle und historische Genauigkeit könnte den Besuchern nicht nur Freude bringen, sondern sie auch dazu anregen, sich eingehender mit dem kompositorischen Erbe von Joseph Martin Kraus zu beschäftigen. Sein Einfluss auf die Musikgeschichte ist nach wie vor spürbar und verdient es, revanchiert und gefeiert zu werden.