Am 23. Juni 2025 ereignete sich in Villach ein schwerer Arbeitsunfall mit einem Mähfahrzeug. Der Unfall passierte während der Mäharbeiten an einem steilen Grünstreifen, als der 3,5 Tonnen schwere Mähtraktor die Kontrolle verlor und rund 25 bis 30 Meter den Hang hinabstürzte. Das Fahrzeug überschlug sich dabei zweimal und kam seitlich zum Liegen. Der Fahrer hatte Glück im Unglück und konnte sich selbstständig aus der Fahrerkabine befreien.
Nach dem Sturz halfen ihm Kollegen beim Aufstieg den Hang hinauf. Trotz seiner Bemühungen wurde der Mann mit Verletzungen unbestimmten Grades ins LKH Villach gebracht. Die Bergung des verunfallten Mähfahrzeugs wurde von der Hauptfeuerwache Villach sowie der Freiwilligen Feuerwehr Wollanig übernommen. Dies berichtet Klick Kärnten.
Sicherheit in der Landwirtschaft
Der Vorfall in Villach wirft ein Schlaglicht auf die Sicherheitslage in der Landwirtschaft. Laut einer Untersuchung sind die Unfallzahlen in diesem Sektor alarmierend hoch. Die Tierhaltung ist mit mehr als 13.000 Unfällen die größte Gefahrenquelle. Besonders gefährlich ist der Umgang mit Großvieh, wobei die meisten Unfälle und Todesfälle auf Forstarbeiten und im Pflanzenbau geschehen. Gartenbau- und Landschaftspflegearbeiten tragen ebenfalls zu etwa 20 Prozent der Unfälle bei.
Im Jahr 2021 wurden sieben Todesfälle und 4.700 Unfälle durch direkten Tierkontakt registriert. Arbeiten an Maschinen, Geräten und Fahrzeugen machen ebenfalls einen signifikanten Teil der Unfallstatistik aus, die jeweils rund 15 Prozent ausmachen, wie Agrarheute berichtet.
Die Ereignisse in Villach stellen die Notwendigkeit von Sicherheitsmaßnahmen während landwirtschaftlicher Arbeiten in Frage. Die Gefahren, die mit dem Betrieb von landwirtschaftlichen Maschinen verbunden sind, müssen stärker ins Bewusstsein der Akteure gerückt werden. An dieser Stelle sollten präventive Maßnahmen und Schulungen in der Landwirtschaft an Bedeutung gewinnen, um die Sicherheit der Arbeiter zu gewährleisten.