Am 30. Januar 2026 überreichte Landeshauptmann Peter Kaiser das Kärntner Landeswappen an proHolz Kärnten. Diese Auszeichnung würdigt mehr als 30 Jahre Engagement in der Forst- und Holzwirtschaft, das die Organisation seit ihrer Gründung im Jahr 1991 leistet. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aktiv für die gemeinsamen Interessen der Kärntner Forst- und Holzwirtschaft ein, wobei ihre Tätigkeitsfelder Holzinformation, Fachberatung, Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit umfassen
Die Bedeutung von proHolz Kärnten zeigt sich besonders in den Projekten, die sie über die Jahre durchgeführt haben, wie dem Holzbaupreis Kärnten, der seit 2003 in Zusammenarbeit mit dem Architektur Haus Kärnten verliehen wird, und der fachlichen Begleitung des Pyramidenkogels. Der ehemalige Geschäftsführer von proHolz Kärnten, Michael Schack, erhielt zudem eine Ehrenauszeichnung des Landes für seine Verdienste.
Nachhaltigkeit und Waldfläche in Kärnten
Mit 61 Prozent der Fläche Kärntens, die mit Wald bedeckt ist, spielt der Holzsektor eine entscheidende Rolle in der wirtschaftlichen und ökologischen Infrastruktur des Bundeslandes. Die aktuelle Entwicklung im Holzbau wird zusätzlich durch den kürzlich beschlossenen Antrag zur Stärkung des Holzbaus unterstützt, der im Ministerrat Mitte Dezember 2023 eingebracht wurde. Dieser Antrag wurde von Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig und Klimaministerin Leonore Gewessler initiiert und zielt darauf ab, die ökologischen und wirtschaftlichen Vorteile des Holzbaus maximal zu nutzen.
Ein zentrales Ziel des Antrags ist es, öffentliche Gebäude wie Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen und Gesundheitseinrichtungen als Vorbilder für nachhaltiges und energieeffizientes Bauen zu etablieren. Dabei wird der Fokus auf nachwachsende Rohstoffe, insbesondere Holz, gelegt, welches Kohlenstoff speichert und den CO2-Fußabdruck reduziert.
Strategien zur Stärkung des Holzbaus
Der Aktionsplan zur Stärkung des Holzbaus umfasst mehrere Initiativen: Zunächst soll der Holzbau in öffentlichen Bauten gefördert werden, um durch effiziente Isolationsmaßnahmen und moderne Bautechnologien den Energieverbrauch zu minimieren. Darüber hinaus werden umweltfreundliche Heizmethoden wie Biomasse empfohlen.
Ein weiterer Aspekt ist die Forcierung des Holzbaus durch nachhaltige Beschaffung sowie Förderinstrumente, wie den CO2 Bonus der Holzinitiative, die den Rohstoffeinsatz im Wohnbau und öffentlichen Bauten unterstützen sollen. Zudem soll der Holzbau auch im mehrgeschossigen Wohnbau gestärkt werden, um langfristig die Rahmenbedingungen für nachhaltiges Bauen weiter zu verbessern.
Klimaschutz durch Holzbau
Ein Kubikmeter Holz kann etwa eine Tonne CO2-Äquivalente binden. Solange das Holz nicht ungenutzt verrottet, bleibt der Kohlenstoff gebunden. Durch die Verwendung von Holzprodukten werden außerdem CO2-Emissionen vermieden, die bei der Herstellung anderer Materialien entstehen. Ein Beispiel illustriert dieses Potenzial: Ein sechsgeschossiger Wohnbau in der Lorystraße, 1110 Wien, verursacht 93% weniger CO2-Emissionen im Vergleich zu mineralischen Massivbauten.
Durch die enge Zusammenarbeit zwischen proHolz Kärnten und den Initiativen auf Bundesebene wird nicht nur die Forst- und Holzwirtschaft in Kärnten gestärkt, sondern auch ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Die ganzheitlichen Ansätze können helfen, Kärnten als Vorreiter im nachhaltigen Bauen zu etablieren.