Am 30. Januar 2026 wurde die Montage einer neuen Schrankenanlage am Zentralfriedhof Annabichl in Klagenfurt abgeschlossen. Diese Maßnahme ermöglicht eine direkte Zufahrt auf das Gelände, jedoch ist der Zugang nur für berechtigte Personen mit entsprechender Zufahrtsberechtigung möglich. Besucher benötigen eine spezielle Chipkarte, um die Schrankenanlage zu öffnen. Um eine solche Chipkarte zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt und ein Antrag bei der Friedhofsverwaltung gestellt werden. Gewährt wird die Zufahrt in erster Linie für Personen mit dauerhafter Gehbehinderung sowie für Unternehmen, darunter Steinmetzen und Gärtnereien. Anträge können ab sofort eingereicht werden, was einen Schritt in Richtung einer barrierefreieren Zugänglichkeit für den größten Friedhof Kärntens darstellt, wie klick-kaernten.at berichtet.
Der Zentralfriedhof Annabichl, der sich im Nordteil von Klagenfurt am Wörthersee am südwestlichen Fuß des Maria Saaler Berges befindet, ist mit einer Fläche von 20 Hektar nicht nur der größte Friedhof der Region, sondern beherbergt auch über 50.000 Gräber. Die ersten Bestattungen fanden bereits im Jahr 1901 statt und die Einweihung des Friedhofes wurde durch Bischof Joseph Kahn im Jahr 1906 vorgenommen. Vor der Eröffnung des Zentralfriedhofs wurden die Bestattungen in St. Ruprecht durchgeführt. Um den Friedhof bequem zu erreichen, stehen verschiedene öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung, darunter eine Station der Österreichischen Bundesbahnen und zahlreiche städtische Buslinien, die in der Nähe des Haupteingangs halten. Die Straßenbahnlinie, die bis 1963 vom Klagenfurter Hauptbahnhof zum Friedhof fuhr, wurde mittlerweile eingestellt, wie auf Wikipedia nachzulesen ist.
Bekannte Persönlichkeiten
Der Zentralfriedhof Annabichl ist nicht nur ein Ort des Gedenkens, sondern auch die letzte Ruhestätte zahlreicher bekannter Persönlichkeiten, darunter:
- Hans Ausserwinkler (Bürgermeister)
- Ingeborg Bachmann (Schriftstellerin)
- Georg Bucher (Schauspieler)
- Karl von Hillinger (Kammerpräsident und Politiker)
- Karoline Käfer (Leichtathletin)
- Arnold Ploder (Schriftsteller)
Diese Persönlichkeiten und viele weitere verweilen hier, was den Friedhof zu einem kulturellen Erbe in Klagenfurt macht.
Digitalisierung der Verwaltungsleistungen
Im Rahmen der Digitalisierung in der Verwaltung wird auch der Friedhof Annabichl berücksichtigt. Das Programm „Digitale Verwaltung 2020“ der Bundesregierung zielt auf eine effektive, transparente und bürgerfreundliche Verwaltung ab. Im Kontext des Onlinezugangsgesetzes (OZG), das seit Sommer 2017 in Kraft ist, sollen bis 2022 alle Verwaltungsleistungen digital angeboten werden. Dies schließt auch Bestattungsleistungen mit ein, wie die Möglichkeit zur elektronischen Beantragung einer Grabstelle. Diese digitale Transformation ist wichtig, um den Gang zur Behörde zu entbehrlich zu machen und die Abwicklung von Verwaltungsleistungen zu vereinfachen, wie auf friedhofsverwalter.de erläutert wird.