
Die Bedeutung von Sport und Bewegung für die Entwicklung junger Menschen wird immer klarer. In einer Zeit, in der sitzende Tätigkeiten dominieren, ist es entscheidend, dass Schulen gezielte Maßnahmen zur Bewegungsförderung ergreifen. Laut Klick Kärnten hat das Engagement im Bereich Schulsport nun besondere Anerkennung gefunden. Elf Schulen wurden mit dem Schulsportgütesiegel ausgezeichnet, das für vier Jahre gilt. Diese Auszeichnung unterstreicht die Notwendigkeit, körperliche Aktivität nicht nur während der Schulzeit, sondern auch darüber hinaus zu fördern.
Besonders betont Jonas Claussen, dass eine frühe Begeisterung für Sport von großer Bedeutung ist. Je früher Bewegung gefördert wird, desto nachhaltiger sind die positiven Effekte auf das Körpergefühl und die kognitive Entwicklung von Kindern. In diesem Zusammenhang wurde in den letzten Jahren ein alarmierender Rückgang der unorganisierten Bewegung unter Kindern und Jugendlichen festgestellt. Laut einer Studie der WHO aus dem Jahr 2020 erfüllt die Mehrheit der jungen Menschen weltweit nicht die empfohlenen Richtlinien zur körperlichen Aktivität.
Ausgezeichnete Schulen
Das Schulsportgütesiegel wurde an sieben Schulen in Gold und an vier in Silber verliehen. Die goldprämierten Schulen sind:
- Volksschulen Himmelberg
- Volksschulen Ferlach 2
- Volksschulen Hörzendorf
- Volksschulen Kötschach-Mauthen
- Mittelschule 12 Klagenfurt
- BG/BRG Ingeborg Bachmann Klagenfurt
- BRG Spittal an der Drau
Die Silberauszeichnungen gingen an:
- Volksschulen Seeboden am Millstätter See
- Volksschulen West in Spittal an der Drau
- Volksschulen Stadelbach in Weißenstein
- Volksschulen St. Marein in Wolfsberg
Die feierliche Verleihung fand im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung statt, moderiert von Elisabeth Puschan, die die Schulleiter und Lehrer für ihr Engagement würdigte.
Herausforderungen und Strategien
Eine umfassende Studie, die von zeitschrift-sportmedizin.de unterstützt wird, weist auf die Notwendigkeit einer Strategie zur Förderung von Bewegung in Schulen hin. Die Corona-bedingten Einschränkungen haben das Bewegungsverhalten von Kindern negativ beeinflusst, was zu erhöhten Risiken für psychische Erkrankungen und Atemwegsinfekte führen könnte. Medizinische Experten fordern daher seit Jahren spezifische Präventionspläne zur Bewegungsförderung.
Bewegungsangebote in Schulen sollten sowohl im Sportunterricht als auch in anderen Fächern, während Pausen und in der Nachmittagsbetreuung integriert werden. Eine vielversprechende Strategie ist die Bereitstellung von Equipment für Bewegungsspiele und ausreichend großen Pausenräumen. Die positive Wirkung regelmäßiger Bewegungseinheiten im Unterricht ist umfassend dokumentiert, was die Dringlichkeit einer gezielten Bewegungsförderung unterstreicht.
Um die Herausforderungen des Bewegungsmangels anzugehen, müssen Schulen und Bildungsträger gemeinsam an der Umsetzung von Maßnahmen arbeiten. Die Kombination verschiedener Ansätze wird als besonders effektiv angesehen. Das Engagement, das in Kärnten sichtbar wird, kann als Vorbild für andere Regionen dienen, in denen Bewegung im Schulalltag noch stärker verankert werden muss.
Die KMK unterstützt die Schulen in ihren Bemühungen und fördert eine nachhaltige Sport- und Bewegungslandschaft in der Bildung, um den Bedürfnissen der Jugendlichen gerecht zu werden.
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