Am 4. Dezember 2025 wird im Klagenfurter Stadthaus der 18. Kärntner Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt verliehen. Diese renommierte Auszeichnung geht in diesem Jahr an die junge Schriftstellerin Tara C. Meister. Nachdem die Jury die Texte von 120 Autor*innen gesichtet hatte, war es die vielseitige Meister, die mit ihren poetischen Werken die Jury überzeugte. Die Preisverleihung, bei der der Eintritt frei sein wird, verspricht ein bedeutendes Ereignis in der literarischen Landschaft Kärntens zu werden. Klick Kärnten berichtet, dass Meister bei der Bekanntgabe ihrer Auszeichnung überrascht und gerührt reagierte.

Tara Meister, Jahrgang 1997 und aufgewachsen in Kärnten, hat sich nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch als Ärztin einen Namen gemacht. Ihr literarisches Schaffen umfasst zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien sowie Literaturzeitschriften, die mit mehreren Preisen gewürdigt wurden. Sie erhielt den Dramatikerinnenpreis der „studiobühne Villach“ und absolvierte ein Dramatikstipendium des Ministeriums. Ihr Theaterdebüt „fast Land“ wurde 2023 uraufgeführt. Darüber hinaus beteiligte sie sich 2023 erfolgreich am Bachmannwettbewerb und gewann das Stipendium „Carinthischer Sommer Festivalschreiber:in“. Nach Angaben von Kleine Zeitung wird ihr erster Roman „Proben“ im Jahr 2024 veröffentlicht.

Die weiteren Preisträger

Neben Meister wurden auch andere Literat*innen für ihre Arbeit ausgezeichnet. Erich Pacher belegte den zweiten Platz, gefolgt von Michael Stöckl, der den dritten Platz einnahm. Auch Christine Strobl-Oman, Silvia Velik und Siegfried Gehlhausen gehörten zu den weiteren Preisträger*innen. Würdigungspreise gingen an Anna Fercher, Rebekka Scharf, Katharina Golder-Fillafer, Dagmar Cechak und Valentin Veratschnig. Daniel Wisser erhielt den Würdigungspreis der Stadt Klagenfurt, während Stefan Feinig den Landespreis in Höhe von 3.000 Euro gewann.

Ein Blick auf die Jury und das Themenfeld

Die Jury stellte fest, dass die eingeschickten Texte thematische Schwerpunkte wie „Krieg“ und „Hoffnung“ in den Vordergrund stellten. Diese Themen sind nicht nur relevant für die gegenwärtige Diskussion innerhalb der Literatur, sondern reflektieren auch gesellschaftliche Herausforderungen, mit denen sich viele Menschen zunehmend auseinandersetzen müssen. Die bedeutenden Literaturpreise in Österreich, wie der Ingeborg-Bachmann-Preis und zahlreiche Nachwuchspreise, haben durch ihren Einfluss zur Förderung des literarischen Nachwuchses beigetragen und sollen auch in Zukunft die Stimmen aufstrebender Autor*innen unterstützen, wie wirlesen.org thematisiert.

Der Lyrikpreis der Stadtwerke Klagenfurt bleibt ein wichtiger Bestandteil der literarischen Kultur Kärntens und wird auch in Zukunft neue Talente hervorbringen. Die Vorfreude auf die Preisverleihung am 4. Dezember ist bereits jetzt spürbar, und die literarische Gemeinschaft ist gespannt auf die poetischen Beiträge, die diese Veranstaltung bereichern werden.