Am 7. Februar 2026 fand im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung eine bedeutende Veranstaltung statt, die vom Verein „PolEdu – Politics & Education“ organisiert wurde. Diese Initiative fördert seit 2019 den Dialog zwischen Politikern und jungen Menschen. An der Diskussionsrunde nahmen 15 Lehrlinge, Schüler und Studenten im Alter von 17 bis 24 Jahren teil und hatten die Gelegenheit, sich mit wichtigen Themen der Landes- und Bundespolitik zu beschäftigen.
Die jungen Teilnehmer brachten Fragen zu politischen Alltag, der Rolle der Medien sowie zu gesellschaftlichen Herausforderungen und dem Föderalismus ein. Landeshauptmann Peter Kaiser nutzte die Gelegenheit, um über seinen persönlichen und politischen Werdegang zu berichten und wichtige Werte wie Chancengerechtigkeit, Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu thematisieren. Er betonte die Notwendigkeit der Integration und dass dieser Prozess „vom ersten Tag an beginnen“ müsse.
Wichtigkeit der Medien und der Demokratie
Ein zentrales Thema der Diskussion war die Verantwortung von Politik und Medien. Kaiser wies darauf hin, dass es essenziell sei, einen sachlichen Diskurs zu fördern und die demokratischen Grundwerte zu schützen. „Demokratie und Rechtsstaatlichkeit müssen verteidigt werden. Sie sind keine Selbstverständlichkeit“, stellte er klar. Diese Botschaften stießen auf reges Interesse bei den Jugendlichen, die auch mehr über den Alltag eines Landeshauptmannes und die politischen Entscheidungsprozesse erfahren wollten.
Die Veranstaltung verdeutlichte, wie wichtig es ist, die Stimmen der Jugend zu hören und sie aktiv an der politischen Bildung zu beteiligen. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Jugendbeteiligung ist auch in anderen Regionen zu beobachten. Laut Informationen der Landeszentrale für politische Bildung ist die Jugendbeteiligung in Baden-Württemberg ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Prozesse. Hier haben Kinder und Jugendliche seit 2015 ein Mitspracherecht bei für sie relevanten Entscheidungen. Dies zeigt, wie wertvoll es ist, die jungen Generationen in die politische Mitgestaltung einzubeziehen.
Entwicklung der Jugendbeteiligung in Deutschland
Der Trend zur Kinder- und Jugendbeteiligung ist erfreulich. Während im Jahr 2018 nur 53% der Kommunen in Baden-Württemberg entsprechende Angebote hatten, stieg dieser Anteil bis 2024 auf 68%. Besonders bei der Kinderbeteiligung ist der Anstieg von 23% auf über 55% bemerkenswert. Die Formen der Beteiligung sind vielseitig und reichen von Jugendgemeinderäten über Jugendkonferenzen bis hin zu offenen Formaten wie Jugendforen.
Die Veranstaltung in Kärnten und die Entwicklung in Deutschland zeigen, dass Jugendliche zunehmend in die politischen Prozesse eingebunden werden. Solche Initiativen sind entscheidend, um das Verantwortungsbewusstsein und die aktive Teilnahme junger Menschen an der Gesellschaft zu fördern. Die Diskussionen sensibilisieren nicht nur für politische Inhalte, sondern tragen auch dazu bei, die demokratische Kultur zu stärken und Wege für eine integrative Gesellschaft zu ebnen.
Für weiterführende Informationen zur Jugendbeteiligung und politischer Bildung können die Artikel von Klick Kärnten, DJI und LPB BW besucht werden.