Am 7. Jänner 2026 ereignete sich am Nassfeld ein schwerer Skiunfall, bei dem eine 38-jährige Skilehrerin schwer verletzt wurde. Bei dem Vorfall kam es zu einem starken Anprall, der zu einem Sturz der Frau führte. Die genauen Umstände des Unfalls sind momentan unklar. Eine weitere Skifahrerin, möglicherweise aus Tschechien, war ebenfalls in den Unfall verwickelt, blieb jedoch augenscheinlich unverletzt. Die Identität dieser zweitbeteiligten Skifahrerin konnte bislang nicht geklärt werden, da ihre angegebene Telefonnummer falsch war, was die Identitätsfeststellung durch die Polizei erschwerte. Die Polizeiinspektion Hermagor bittet in diesem Zusammenhang um Mithilfe von Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu der nicht identifizierten Skifahrerin geben können. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 059133/2210 zu melden, um den Ermittlungen zu unterstützen.
Verletzungsstatistik im Skisport
Diese Vorfälle sind nicht isoliert, insbesondere in der aktuellen Skisaison, die von einem Anstieg der Verletzungszahlen gekennzeichnet ist. Laut der veröffentlichten Statistik der Auswertungsstelle für Skiunfälle (ASU) für die Saison 2022/2023 ist die Anzahl der verletzten Skifahrer*innen auf etwa 42.000 bis 44.000 gestiegen. Dies ist ein signifikanter Anstieg im Vergleich zur Vorsaison 2021/2022. Auch das Risiko für stationäre Behandlungen nach Skiunfällen hat zugenommen, von 1,6 auf 1,73 pro 1.000 Skifahrer*innen, was hochgerechnet etwa 7.200 bis 7.400 stationäre Behandlungen ergibt. Besonders hervorzuheben ist, dass das Verletzungsrisiko für Kollisionsunfälle ebenfalls gestiegen ist: von 1,29 auf 1,50 je 1.000 Skifahrer*innen, was auf eine zunehmende Gefährdung durch Zusammenstöße hinweist.
Aus der Statistik ergibt sich, dass der Anteil der Kollisionsverletzungen an den gesamten Skiverletzungen 19,7 Prozent beträgt. Um das Risiko zu minimieren, empfehlen Experten, die körperliche Fitness vor der Skisaison zu steigern und die Ausrüstung, insbesondere die Skibindungen, regelmäßig zu überprüfen. Dies ist besonders wichtig, da die Verletzungsrisiken für Schulter-, Oberarm- sowie Rumpf/Hüfte/Oberschenkel inzwischen gestiegen sind.
Schlussfolgerung und Ausblick
In Anbetracht dieser besorgniserregenden Statistiken und der aktuellen Vorfälle ist es wichtig, dass sowohl Skifahrer*innen als auch Skilehrer*innen erhöhte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Sicherheitsmaßnahmen müssen stets beachtet werden, um Verletzungen zu vermeiden. Die Verantwortlichen vor Ort sind gefragt, um die Sicherheit im Skisport zu gewährleisten und das Bewusstsein für die Risiken zu schärfen.