Am 11. Jänner 2026 ereignete sich auf der B 111 bei Nötsch im Bezirk Hermagor ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem fünf Personen teils schwer verletzt wurden. Laut Gailtal Journal kollidierten zwei Pkw frontal aus bislang unbekannter Ursache. Der Unfall ereignete sich bei Straßenkilometer 9,0, als ein 27-jähriger Mann aus Hermagor in Richtung Villach fuhr und ihm ein entgegenkommendes Fahrzeug von einem 63-jährigen Mann, ebenfalls aus Hermagor, begegnete.
Die schwer verletzte Beifahrerin des 27-Jährigen, eine 27-jährige Frau, wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum Klagenfurt geflogen. Die weiteren Verletzten, Männer im Alter von 27, 33 und 38 Jahren, wurden ins LKH Villach eingeliefert. An beiden Fahrzeugen entstand Totalschaden, und die B 111 blieb von 13:50 Uhr bis 16:20 Uhr aufgrund der Bergungsarbeiten vollständig gesperrt. Sieben Feuerwehren, darunter jene aus Nötsch, Arnoldstein, St. Georgen und Feistritz/Gail, waren mit insgesamt neun Fahrzeugen und 65 Einsatzkräften im Einsatz. Positive Alkomatentests bei den Fahrern deuten darauf hin, dass Alkohol keine Rolle bei der Unfallursache spielte, die derzeit noch ermittelt wird.
Ursachen von Verkehrsunfällen
Die Gründe für Verkehrsunfälle sind vielfältig. Wie ADAC in seiner Unfallforschung berichtet, ist der Straßenverkehr durch viele Risikofaktoren geprägt. Witterungsbedingungen, besonders nasse oder glatte Straßen, sind häufige Ursachen für Unfälle. Zudem tragen abgelenkte oder ermüdete Fahrer zu mehr als 10 % der Unfälle außerhalb von Ortschaften bei. Die Studie zeigt auch, dass Landstraßen besonders gefährlich sind; 57 % der Verkehrstoten und 39 % der Schwerverletzten stammen von diesen Straßen.
Unfälle beim Abbiegen und Kreuzungen sind ebenfalls häufig, wobei ältere Fahrer über 65 Jahren besonders betroffen sind. Durch systematische Unfallanalysen will der ADAC Empfehlungen zur Unfallvermeidung geben und die Verkehrssicherheit verbessern. Seit 2005 untersucht der ADAC daher schwere Verkehrsunfälle und hat dazu beigetragen, wichtige Sicherheitsmerkmale wie die Rettungskarte einzuführen, die Einsatzkräften hilft, schneller zu handeln.
Statistische Erhebungen zur Verkehrssicherheit
Die umfassenden Daten zur Verkehrssicherheitslage werden auch von Destatis erfasst und analysiert. Die Statistiken bieten eine verlässliche Grundlage für politische Maßnahmen in der Straßenverkehrspolitik und fließen in Gesetzgebung, Verkehrserziehung, Straßenbau und Fahrzeugtechnik ein. Sie beinhalten detaillierte Informationen über Unfälle, beteiligte Fahrzeuge, Verunglückte und Unfallursachen, was zu einem besseren Verständnis der Risiken im Straßenverkehr beitragen kann.
Die Unfallstatistik zeigt deutlich die Zusammenhänge zwischen verschiedenen unfallbestimmenden Faktoren und liefert wertvolle Erkenntnisse, um künftig Unfälle besser zu verhindern und die Straßen sicherer zu gestalten. Verkehrsübende und Ingenieure können die gesammelten Informationen verwenden, um effektive Strategien zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu entwickeln.