Am vergangenen Samstag fand das traditionelle Neujahrstreffen der Bundes-FPÖ im Klagenfurter Messegelände statt. Die Veranstaltung zog etwa 5.000 Parteianhänger an und war mit dem Slogan „Kickl kommt heim“ beworben. Bundesparteichef Herbert Kickl hielt eine festliche Rede, in der er eine Generalabrechnung mit den „Systemparteien“ vornahm und die Bedeutung der FPÖ in Kärnten betonte, das über Jahrzehnte als ihre Hochburg galt.
Kickl, der rund 90 Minuten Redezeit hatte, sprach auch über den neuen FPÖ-Radiosender „Austria first“, der an diesem Tag den Sendebetrieb aufnahm. Der Sender wurde als „Alternative zum linken Mainstream“ beworben und bietet ein Musikprogramm, das dem Stil herkömmlicher Privatradios ähnelt. Neben dem Senderstart wurde das Format auch in der App und auf YouTube verfügbar gemacht, wobei es bereits am Freitag in den Download-Charts für kostenlose iPhone-Apps auf Platz zwei rangierte. Werner Reichel, ein ehemaliger Chefredakteur, leitet die Gestaltung des Senders, während Marie-Christine Giuliani, ehemalige ORF-Moderatorin und FPÖ-Abgeordnete, ein eigenes Interview-Format erhält. Diese Initiativen sollen die mediale Präsenz der FPÖ stärken und die Partei näher an ihre Wählerschaft bringen.
Politische Herausforderungen und Zukunftsvisionen
In seiner Rede thematisierte Kickl auch die bevorstehenden politischen Herausforderungen. Insbesondere die Wahl 2028 steht im Fokus, da der Abgang von SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser die politische Landschaft in Kärnten verändern könnte. Kickl forderte mehr Transparenz und eine ehrliche Politik, indem er auf die Versäumnisse früherer Regierungen hinwies, die zu einem „Milliarden-Budgetloch“ geführt hätten. Zentrale politische Schwerpunkte, die er ansprach, beinhalteten die Sicherung der Neutralität, die Asylpolitik sowie die Stärkung der Familien.
Die FPÖ hat sich in aktuellen Umfragen stabil über 35 Prozent gehalten, was etwa 15 Prozentpunkte mehr als die Regierungsparteien ÖVP und SPÖ bedeutet. Dies zeigt den anhaltenden Rückhalt der FPÖ bei ihren Anhängern und die Relevanz ihrer politischen Agenda in der aktuellen politischen Debatte.
Emotionale Atmosphäre und Gemeinschaftsgefühl
Das Neujahrstreffen war geprägt von einer emotionalen und optimistischen Atmosphäre. Kickl dankte den Anhängern und Livestream-Zuschauern für ihre Unterstützung und betonte die Bedeutung der Gemeinschaft innerhalb der FPÖ. Er erklärte, dass das Treffen als „Initialzündung“ für die politischen Inhalte des Jahres 2026 dient und hob hervor, dass die FPÖ international vernetzt sei, während sie gleichzeitig die Neutralität Österreichs verteidige.
Mit einem Blick auf die zukünftige politische Landschaft und der Vision einer „guten Zeit für die Familie Österreich“ beendete Kickl seine Ansprache. Der Applaus der Anwesenden spiegelte den Enthusiasmus und die Entschlossenheit der FPÖ-Anhänger wider, die auch weiterhin für die politischen Ziele der Partei eintreten möchten.
Das Neujahrstreffen hat somit nicht nur den Auftakt für das politische Jahr 2026 markiert, sondern auch einen symbolischen Akt für die FPÖ und ihre Anhänger dargestellt, in dem klare Botschaften und Zukunftsziele formuliert wurden. Weitere Informationen zu den Themen, die Kickl ansprach, sind in den Berichten von Kleine Zeitung, Kurier und Stadtgui zu finden.