Am 9. Jänner 2026 wurde die Feuerwehr in Villach alarmiert, nachdem die automatische Brandmeldeanlage eines Entsorgungs- und Papierrecyclingunternehmens gegen 6:30 Uhr einen Brand meldete. Die Anlage war direkt mit der Feuerwehrleitstelle verbunden, sodass die Einsatzkräfte der Hauptfeuerwache Villach umgehend reagieren konnten. Bei Eintreffen der Feuerwehr war bereits eine starke Rauchentwicklung von der Anfahrt aus sichtbar, und es brannten Kartonagen in einer Lagerhalle.

Ein Vollalarm wurde ausgelöst, der sowohl die Hauptfeuerwache Villach als auch die Freiwilligen Feuerwehren Perau, St. Magdalena und Zauchen mobilisierte. Einsatzstichwort war „B5 – Brand Lagerhalle“. Der Einsatzleiter, Oberbrandinspektor Martin Regenfelder, koordinierte die Maßnahmen vor Ort.

Einsatzdetails und Brutale Löschtaktiken

Der Innenangriff wurde umfangreich vorbereitet, wobei mehrere Atemschutztrupps zum Einsatz kamen. Um die Situation zu bewältigen, wurde der betroffene Hallenbereich auch von außen mit einer Drehleiter kontrolliert. Dabei stellte man fest, dass es keinen Brand im Dachbereich der Halle gegeben hatte. Die Löschwasserversorgung wurde über das städtische Hydrantennetz sichergestellt, was die Effizienz der Löscharbeiten steigerte.

Die Atemschutztrupps mussten händisch brennendes Papier zerlegen, um den Brand gezielt löschen zu können. Außerdem wurde ein mobiler Großlüfter eingesetzt, um den giftigen Brandrauch aus der Halle zu entfernen. Dank der frühen Alarmierung konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Sortiermaschine und andere Gebäudeteile verhindert werden.

Effektivität der Feuerwehr und keine Verletzten

Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte und 14 Fahrzeuge von vier Feuerwehren an dem Einsatz beteiligt. Der glühende Müll wurde mit einem betriebseigenen Bagger aus der Halle entfernt und in einen Container gebracht, der mit Löschwasser geflutet wurde. Der Brand konnte nach rund einer Stunde unter Kontrolle gebracht werden, und eine weitere Ausbreitung auf das Betriebsareal wurde verhindert. Erfreulicherweise gab es keine Verletzten zu beklagen.

Die erfolgreiche Brandbekämpfung unterstreicht die Wichtigkeit einer effizienten Alarmierung und Koordination unter den Feuerwehrkräften. Solche Einsätze erinnern daran, wie entscheidend schnelles Handeln und Technik in der modernen Brandschutzpraxis sind.

Während der Umgang mit Brandrisiken in der Industrie ein ständiges Thema darstellt, hat die vfdb (Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes) relevante Statistiken veröffentlicht, die die Funktionsfähigkeit von Brandschutzmaßnahmen analysieren. Durch solche Erhebungen wird deutlich, wie wichtig präventive Maßnahmen und schnelles Eingreifen im Brandfall sind.

Zusammenfassend zeigt der heutige Einsatz, wie schnell und effektiv Feuerwehrkräfte in Notlagen reagieren können und welche Techniken dabei zur Anwendung kommen. Die Bildung und regelmäßige Übung der Einsatzkräfte in der Brandbekämpfung bleibt ein bedeutender Aspekt in der Gewährleistung von Sicherheit in der Industrie.

Klick Kärnten und Feuerwehren.at berichten ebenfalls über die Ereignisse des Einsatzes.