In der Nacht auf den 7. Februar 2026 brach im Donau-Chemie-Werk in Brückl, Bezirk St. Veit an der Glan, ein schwerer Brand aus. Kurz vor 3 Uhr morgens wurde die Betriebsfeuerwehr des Werks alarmiert, nachdem ein Feuer im 20-Kilovolt-Verteilerraum ausgebrochen war. Die alarmierten Einsatzkräfte, bestehend aus insgesamt sieben Feuerwehren, einschließlich der Feuerwehr Brückl und der Freiwilligen Feuerwehren St. Filippen und St. Walburgen, konnten das Feuer rasch unter Kontrolle bringen und löschen.

Wie Klick Kärnten berichtet, mussten mehr als 100 Feuerwehrleute, sogenannte Floriani, mobilisiert werden, um die Lage zu bewältigen. Trotz des schnellen Eingreifens erlitt die Schaltanlage erhebliche Schäden, und das Gebäude wurde schwer beschädigt. Die Stromversorgung des Werks wurde kontrolliert heruntergefahren und auf Notstrom umgestellt, um potenzielle Gefahren zu minimieren.

Brandursache und Sicherheitsaspekte

Die Brandursache wurde vom Landeskriminalamt Kärnten und der Brandverhütungsstelle Kärnten untersucht. Es stellte sich heraus, dass ein elektrischer Defekt in der internen elektrischen Erdleitung der Schaltanlage zum Turbinenhaus den Brand herbeigeführt hatte. Trotz der Giftstoffe, die in einem Chemiewerk gelagert sind, meldete die Bezirksbürgermeisterin Claudia Egger, dass zu keiner Zeit eine Gefahr für die umliegende Bevölkerung bestand. Es gab weder einen Austritt von Chlorgas noch von Salzsäure, was die Situation weiter entschärfte, wie Kleine Zeitung bestätigt.

Arbeitssicherheit hat in der chemischen Industrie höchste Priorität, da sie nicht nur den Schutz der Mitarbeiter, sondern auch die Betriebseffizienz und die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen sichert. Die Regelungen zur Arbeitssicherheit legen fest, dass eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt werden muss, um potenzielle Risiken zu identifizieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Fazit und Ausblick

Die schnelle Reaktion der Feuerwehr und die Tatsache, dass es keine Verletzten gab, sind ein positives Zeichen in einer ansonsten kritischen Situation. Dennoch verdeutlicht dieser Vorfall die Wichtigkeit von Präventionsmaßnahmen und Sicherheitskultur in der chemischen Industrie. Firmen wie Donau Chemie sind gefordert, kontinuierlich an der Verbesserung ihrer Sicherheitsmaßnahmen zu arbeiten, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen sowie der Einsatz innovativer Technologien zur Risikominderung könnten wesentliche Schritte in diese Richtung sein.