Am 19. Jänner 2026 kam es gegen 10:00 Uhr auf der Villacher Straße (L49) in Feldkirchen zu einem schwerwiegenden Verkehrsunfall, der durch einen alkoholisieren Sattelzuglenker verursacht wurde. Nach ersten Ermittlungen der Polizei streifte der ungarische Berufsfahrer eine Leitschiene, was zur Ablösung des gesamten hinteren Unterfahrschutzes seines Anhängers führte. Dieser blieb auf der Fahrbahn liegen und stellte damit eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Trotz des schweren Schadens setzte der Lenker seine Fahrt fort und beging Fahrerflucht.
Die sofort eingeleitete Fahndung der Polizei führte nach rund einer Stunde zur Auffindung des Sattelzuges im Stadtgebiet von Feldkirchen. Bei der Kontrolle des Fahrers stellte sich heraus, dass dieser stark alkoholisiert war. Eine durchgeführte Atemalkoholmessung bestätigte die schwere Alkoholisierung, woraufhin den Mann der Führerschein abgenommen wurde. Er wird nun wegen seines Verhaltens angezeigt. Glücklicherweise gab es bei dem Vorfall keine Verletzten, jedoch entstand erheblicher Sachschaden.
Aktuelle Situation der Alkoholunfälle
Der Vorfall in Feldkirchen verdeutlicht ein alarmierendes Problem, das in vielen Regionen zu beobachten ist: die Zunahme von Verkehrsunfällen unter Alkoholeinfluss. Statistiken zeigen, dass 16.426 Personen in Deutschland im Jahr 2021 bei Unfällen unter Alkoholeinfluss verletzt wurden, was ein wachsendes Problem darstellt. Besondere Aufmerksamkeit finden alkoholbedingte Unfälle an Wochenenden und Feiertagen, wo häufig außergewöhnlich viele solcher Ereignisse registriert werden. Der TÜV-Verband fordert dringend Maßnahmen zur Reduzierung dieser Vorfälle, etwa durch strengere Sanktionen und verstärkte Kontrollen.
Im Kontext der steigenden Fallzahlen wird auch gefordert, den Grenzwert für die Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) von 1,6 auf 1,1 Promille zu senken. Laut den Zahlen für 2021 waren 70,4 Prozent der Pkw-Fahrer, die unter Alkoholeinfluss in einen Unfall verwickelt wurden, mit einem Blutalkoholwert von mindestens 1,1 Promille unterwegs. Jeder fünfte alkoholisierte Fahrer hatte darüber hinaus einen Alkoholgehalt von mehr als 2,0 Promille.
Die Vorkommnisse rund um die Fahrerflucht des ungarischen Lkw-Lenkers verdeutlichen nicht nur das individuelle Fehlverhalten, sondern auch den Bedarf an präventiven Maßnahmen, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Der Fall bleibt ein weiterer Beleg dafür, dass alkoholisierte Fahrten ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen können.
Für weitere Informationen zu Unfallstatistiken und Maßnahmen gegen Alkohol am Steuer können Sie die Berichte von klick-kaernten.at, meinbezirk.at und automotive-aktuell.de konsultieren.