In der Nacht des 10. Jänner 2025 wurde die Feuerwehr Feldkirchen alarmiert, um einen Brand in einer Wohnung im 2. Stock eines Mehrparteienhauses zu bekämpfen. Rund 20 Einsatzkräfte rückten kurz vor 4 Uhr zu dem Einsatzort im Stadtgebiet von Feldkirchen aus, doch für einen 59-jährigen Mieter der Wohnung kam jede Hilfe zu spät. Bei der Untersuchung des Brandortes fand die Feuerwehr den leblosen Körper des Mannes. Die Reanimationsversuche durch den Rettungsdienst waren erfolglos, und die genaue Ursache des Todes wurde von der Polizei festgelegt.
Die Brandursachenermittlung wird vom LKA Kärnten sowie der Brandverhütungsstelle Kärnten durchgeführt. Erste Erkenntnisse weisen auf einen sorglosen Umgang des Mieters mit Rauchwaren sowie eine nicht ordnungsgemäße Entsorgung hin. Diese Faktoren könnten eventuell zu dem verheerenden Brand geführt haben. Die genauen Rahmenbedingungen und die Entwicklung des Feuers sind jedoch weiterhin unklar.
Ursachen und Risiken von Wohnungsbränden
Experten unterstreichen, dass es zahlreiche Ursachen für Brände in Wohnungen gibt. Zu den häufigsten gehören Fremdentzündungen, wie das Einschlafen mit Zigaretten oder Unachtsamkeit bei offenem Feuer, aber auch technische Fehler in elektrischen Anlagen können den Funken zünden. Die Bundesanstalt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt an, dass auch Selbstentzündungen, etwa durch überhitzte Elektrogeräte, ein nicht zu unterschätzendes Risiko darstellen.
Die Brandentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Luftzufuhr und das verfügbare brennbare Material. Mängel beim Brandschutz, insbesondere bei feuerhemmenden Baustoffen und Brandmeldeanlagen, tragen signifikant zur Brandgefahr bei. Besonders gefährlich sind, laut der Deutschen Brandstatistik, Brände, die zwischen 23 Uhr und 4 Uhr auftreten, da diese häufiger zu schweren Schäden führen, obwohl sie seltener vorkommen.
Vorbeugung und Verhalten im Brandfall
Um das Risiko von Wohnungsbränden zu minimieren, sind vorbeugende Maßnahmen unerlässlich. Die Installation und regelmäßige Wartung von Feuerlöschern und Rauchmeldern kann Leben retten. Darüber hinaus empfiehlt es sich, brennbare Materialien aus sensiblen Bereichen wie Dachböden oder Kellern zu entfernen und keinen unnötigen Ballast in Fluren und Treppenhäusern zu hinterlassen. Bei einem Brand sollte man schlafende oder mobilitätseingeschränkte Personen in Sicherheit bringen und die Feuerwehr umgehend verständigen, sollte die Lage unübersichtlich werden.
Die Tragödie in Feldkirchen ist ein weiterer schmerzend deutlicher Hinweis auf die Bedeutung eines ordnungsgemäßen Brandschutzes und die Notwendigkeit, verantwortungsbewusst mit Feuer und brennbaren Materialien umzugehen. Um solchen Vorfällen in Zukunft vorzubeugen, sind sowohl gesellschaftliche Aufklärung als auch technische Maßnahmen entscheidend.