Am 27. Dezember 2025 kam es in Klagenfurt zu einer schweren Eskalation zwischen zwei Familien, die mit einem gewaltsamen Zwischenfall endete. Die Polizei wurde um 22:50 Uhr alarmiert, nachdem eine gefährliche Drohung ausgesprochen worden war. Wenige Minuten später versuchten die beteiligten Personen, gewaltsam in das Wohnhaus eines vermeintlichen Beschuldigten einzudringen. Jedoch hatten die Beteiligten die Örtlichkeit bereits verlassen, bevor die Polizei eintraf, wie Klick Kärnten berichtet.

Eine erste Fahndung führte zur Feststellung von zwei mutmaßlich beteiligten Männern im Alter von 40 und 47 Jahren. Diese konnten in der Nähe des Geschehens angehalten und befragt werden. Nur wenig später wurde jedoch ein weiterer Vorfall im Bereich des Kreisverkehrs in Viktring gemeldet. Ein 26-jähriger Mann soll die beiden anderen Männer mit einem Baseballschläger niedergeschlagen und dabei verletzt haben. Alle Verletzten wurden ins Klinikum Klagenfurt und das Unfallkrankenhaus eingeliefert, während der 26-Jährige an Ort und Stelle festgenommen wurde, so die Informationen von Kurier.

Hintergrund des Streits und aktuelle Entwicklungen

Die genauen Hintergründe des Konflikts zwischen den beiden Familien sind bisher unklar. Nach dem ersten Eintreffen der Polizei hatten die zwei Männer mit den Baseballschläger-Vorwürfen versucht, die Haustür eines Kontrahenten einzuschlagen, was jedoch misslang. Nach dieser gescheiterten Aktion kam es dann zu dem raufenden Vorfall beim Kreisverkehr. Die Nationalität der Beteiligten wurde bislang nicht veröffentlicht, und die Ermittlungen laufen weiter.

Diese Gewaltexzesse in familiären Konflikten stehen in einem breiteren Kontext, der in den letzten Jahren in verschiedenen Regionen auffällt. Der Anstieg von häuslicher Gewalt ist ein ernstes Problem, das auch in Deutschland alarmierende Ausmaße annimmt. Laut Zahlen des BKA wird alle zwei Minuten ein Mensch Opfer von häuslicher Gewalt, wobei die Täter überwiegend Männer sind und die Opfer meist Frauen. 2024 gab es mehr als 265.000 registrierte Fälle von körperlicher, sexueller oder psychischer Gewalt durch Partner oder Verwandte, was einen Anstieg von rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt, wie Tagesschau berichtet.

Um der wachsenden Gewalttaten gegen Frauen und Familien entgegenzuwirken, plant die Justizministerin Maßnahmen wie die Einführung elektronischer Fußfesseln für Gewalttäter. Diese sollen nach dem spanischen Modell realisiert werden und eine Überwachung der Täter im Umfeld der Opfer ermöglichen, um deren Sicherheit zu gewährleisten.