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Ein erschütternder Fall von Stalking und Verleumdung sorgt aktuell für Aufsehen in der Justiz. Eine Mutter, deren Tochter sie vor zwei Jahren verlassen hatte, stellte ihre Grenzen in einem besorgniserregenden Ausmaß infrage. Laut ORF Kärnten machte die Frau insgesamt 184 Besuche bei dem Bauernhof, auf dem ihre Tochter mit ihrem Partner lebte. Ihr unstillbarer Wunsch, wieder Kontakt zu ihrer Tochter herzustellen, führte zu einem regelrechten Obsessed-Verhalten, bei dem sie auch im Supermarkt Falschinformationen verbreitete, dass ihre Tochter in Gefahr sei und gefangen gehalten werde.
Die Gerichtsverhandlung, in der sie schließlich zu einem Geständnis gebracht werden konnte, offenbarte die verzweifelte Situation der Mutter. Nach einem emotionalen Stillstand gestand sie, dass ihre Behauptungen über eine angebliche Vergewaltigung ihrer Tochter von ihrem Mann aus Verzweiflung erfunden waren. Dies geschah während einer Anhörung, in der sie von Richterin Ute Lambauer begleitet wurde, die die Versuche der mutmaßlichen Verfolgerin dokumentierte und die weitreichenden Konsequenzen ihres Verhaltens beleuchtete. Doch die Prozessbeteiligten trauten sich nicht, bei dem Termin anwesend zu sein, was die Dramatik des Falles unterstrich.
Historische Errungenschaften für Frauen in der Justiz
Im Gegensatz zu den aktuellen Geschehnissen in der Justiz wird auf die bedeutenden Erfolge von Frauen in diesem Bereich verwiesen, wie CMS Hasche Sigle aufzeigt. Der Weg für Frauen als Richterinnen war steinig, begann jedoch mit Wegbereiterinnen wie Dr. Erna Scheffler, die 1951 als erste Frau in das Bundesverfassungsgericht berufen wurde. Ihre Karriere war von Herausforderungen geprägt, insbesondere in einer Zeit, in der Frauen in der Gesellschaft stark benachteiligt waren. Schefflers unermüdlicher Einsatz für Gleichberechtigung führte zu Meilensteinen, die bis heute Wirkung zeigen.
Weitere herausragende Figuren wie Dr. Anne-Gudrun Meier-Scherling und Prof. Dr. Marie-Luise Hilger setzten ebenfalls Maßstäbe in der deutschen Rechtsgeschichte. Ihre Beiträge haben dazu beigetragen, dass heute über 50 % der Richter in Berlin weiblich sind und somit eine neue Ära der Gleichstellung im juristischen Berufsumfeld eingeläutet wurde.
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