Die Polizei Kärnten warnt eindringlich vor einer besorgniserregenden Zunahme von betrügerischen Anrufen, die verstärkt auf eine moderne Technik zurückgreifen. Am 31. Jänner 2026 kam es in Kärnten zu zwei Vorfällen, die exemplarisch für diese Entwicklung stehen und bei denen die Täter offenbar Künstliche Intelligenz (KI) einsetzten.

Im ersten Fall wurde ein 72-jähriger Villacher telefonisch von einem Unbekannten kontaktiert, der sich mit einer vermutlich KI-generierten Stimme als sein Sohn ausgab. Der Anrufer bat um finanzielle Unterstützung, was bei dem Senior für Besorgnis sorgte. Das Telefonat wurde abgebrochen, doch die Kommunikation setzte sich über einen Messenger-Dienst fort. Der Villacher zögerte nicht und erstattete umgehend Anzeige, was dazu führte, dass das überwiesene Geld zurückgeholt werden konnte.

Online-Betrug in Kärnten

Der zweite Vorfall betraf eine 52-jährige Frau, die im Internet den Kauf von Eislaufschuhen zu tätigen versuchte. Ein Betrüger hatte es geschafft, sie mit einem gefälschten Link zu täuschen, der ihre Kontodaten abgreifen sollte. Unglücklicherweise gab die Frau ihre Verfügernummer und den PIN ein, was dazu führte, dass ein vierstelliger Betrag von ihrem Konto abgebucht wurde.

Diese Vorfälle verdeutlichen, wie Betrüger moderne Technologien, insbesondere KI, nutzen, um ihre Machenschaften glaubwürdig erscheinen zu lassen. Laut der Polizei-beratung.de ermöglicht KI nicht nur maschinelles Verständnis von Sprache, sondern auch die Erstellung authentisch wirkender E-Mails für Phishing-Zwecke, indem sie Texte in verschiedenen Sprachen generiert und dabei Informationen über Personen aus sozialen Netzwerken zusammenträgt. Dies macht es Tätern einfacher, sich als nahestehende Personen auszugeben, was bei den beiden Vorfällen in Kärnten offensichtlich der Fall war.

Betrugsstatistiken und Warnungen

Die Gefahren des Betrugs nehmen weltweit zu. Im Jahr 2024 beliefen sich die Verbraucher-luftverluste durch Betrug auf 12,5 Milliarden US-Dollar, während die globalen Betrugsverluste bei 442 Milliarden US-Dollar lagen. Dies ist ein alarmierender Anstieg von 20 % im Vergleich zu 2023. Ein weiterer besorgniserregender Trend ist der Anstieg von Deepfake-Betrug um 3.000 % seit 2023, was zeigt, wie ausgeklügelt die Methoden der Betrüger geworden sind. KI-gestützte Systeme können 92 % aller betrügerischen Transaktionen in Echtzeit erkennen, jedoch müssen Verbraucher wachsam bleiben und sich über aktuelle Betrugsmaschen informieren.

Um sich zu schützen, rät die Polizei, skeptisch gegenüber unbekannten Kontakten zu bleiben und die Echtheit der Kommunikation über andere Kanäle zu überprüfen. Die Notwendigkeit, über die aktuelle Bedrohungslage informiert zu sein, war nie dringlicher, insbesondere in Zeiten, in denen Betrüger zunehmend fortschrittliche Technologien wie KI nutzen, um ihre Taten zu verbergen und ihre Opfer zu täuschen.

Die Situation erfordert ein wachsamles und informatives Handeln, um die Risiken zu minimieren und effektiv gegen Betrug vorzugehen. Weitere Informationen und präventive Maßnahmen finden Interessierte auf den Webseiten der Polizei Kärnten, Polizei-beratung.de und AllAboutAI.

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