Der Lawinenwarndienst des Landes Kärnten hat für Teile des Bundeslandes eine erhebliche Lawinengefahr festgestellt. Aktuell gilt die Warnstufe 4 von 5 in den Karnischen Alpen sowie in den westlichen Gailtaler Alpen. Diese Warnung tritt am 28. Januar um 17 Uhr in Kraft und gilt bis zum 29. Januar ebenfalls um 17 Uhr. Laut gailtal-journal.at warnt der Dienst vor einer schwach verfestigten Schneedecke, insbesondere an steilen Hängen.
Die entscheidende Warnung an Wintersportler zielt auf größte Vorsicht und Zurückhaltung im freien Gelände ab, da Gefahrenstellen weit verbreitet und in schattseitigen Bereichen oft schwer zu erkennen sind. Bereits geringe Zusatzbelastungen durch einzelne Skifahrer, Snowboarder oder Schneeschuhgeher können ausreichen, um Lawinen auszulösen, wie auch meinbezirk.at berichtet. Neben diesen spontanen Lawinen bestehen auch Risiken durch Fernauslösungen, was die Situation zusätzlich gefährlich macht.
Aktuelle Lage und Gefahrenbewusstsein
In der vergangenen Woche lag die Lawinenwarnstufe noch bei Stufe 3, allerdings haben die jüngsten Schneefälle die Lage verschärft und zur Erhöhung auf Stufe 4 geführt. Experten betonen, dass die Wahrscheinlichkeit spontaner, großer bis sehr großer Lawinen zunimmt, insbesondere nach Schneefällen. Der tägliche Lawinenbericht ist unter lawinenwarndienst.ktn.gv.at verfügbar und wird mindestens einmal täglich um 17 Uhr aktualisiert.
Für Wintersportler, die abseits der gesicherten Pisten unterwegs sind, gibt es wichtige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Laut apotheken-umschau.de sollten Anfänger unbedingt mit Lawinen-Notfall-Ausrüstung vertraut sein. Ein solches Set umfasst ein Such- und Empfangsgerät, eine Sonde und eine Schaufel, da die Überlebenschancen nach einem Lawinenabgang stark von der Schnelligkeit der Bergung abhängen. Es ist bekannt, dass etwa 90% der Verschütteten überleben, wenn sie innerhalb der ersten 10 bis 15 Minuten gefunden werden.
Vorsichtshinweise für Wintersportler
Die Gefahren sind besonders in Geländen mit einer Hangneigung von über 30 Grad groß, wo die Lawinenkuppen verstärkt tätig werden können. Dr. Stefan Winter, ein erfahrener Berg- und Skiführer, weist darauf hin, dass das Bild von abenteuerlichen Ausflügen in sozialen Medien oft die realen Risiken verschleiert. Jährlich gibt es in den europäischen Alpen rund 100 tödliche Lawinenunfälle. Daher ist es ratsam, die Möglichkeiten der Schwächung und Unterstützung durch Fachleute und die richtigen Sicherheitsvorkehrungen zu erwägen, wenn man abseits der Pisten unterwegs sein möchte.
Zusammenfassend ist es entscheidend, das Risikobewusstsein zu schärfen und sich an die Hinweise der Behörden zu halten, um die Sicherheit all jener, die in den Bergen unterwegs sind, zu gewährleisten.